| Film | |
| Titel | Back to the 90s |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 91 Minuten |
| Altersfreigabe |
|
| Produktionsunternehmen | Wiedemann & Berg Filmproduktion |
| Stab | |
| Regie | Facundo Scalerandi |
| Drehbuch | Marian Grönwoldt |
| Produktion | |
| Musik | Liam Mour |
| Kamera | Borris Kehl |
| Schnitt | Rainer Nigrelli |
| Besetzung | |
Elevator Boys
| |
Back to the 90s ist eine deutsche Zeitreise-Filmkomödie von Facundo Scalerandi aus dem Jahr 2026. Es handelt sich um einen Film, bei dem die TikTok-Stars Elevator Boys als Hauptdarsteller auftreten.
Der Film dreht sich um eine Boygroup, die durch eine Zeitreise im Jahr 1995 landet, dort ein Lied aufnimmt und am Ende wieder in ihr Zeitalter zurückfinden.
Die fünf Freunde Matteo, Jonas, Chris (Luis Freitag), Ben und Oliver träumen davon, als Boyband berühmt zu werden. Sie studieren an der Popakademie Heartville University und bereiten sich auf den großen Talentwettbewerb vor, bei dem sie als 5G auftreten. Songwriter Ben steckt jedoch in einer Sinnkrise und löst kurzerhand die Band auf. Die anderen versuchen ihn wieder auf Kurs zu bringen, als eine richtig gute 90er-Vintage-B-Seite gerade viral geht. Die Interpretin ist unbekannt. Als das Lied plötzlich mitten in einem Streit im Fahrstuhl spielt, der vor 30 Jahren einen schlimmen Unfall hatte, stürzen die fünf Freunde durch ein Zeitloch und werden in den 1990ern, genauer gesagt im Jahr 1995 ausgespuckt. Dort treffen sie vor dem Fahrstuhl auf Mary Jane, die sie auf eine House-Party einlädt.
In der analogen Welt zurechtzukommen, fällt den fünf Freunden schwer. Sie versuchen Theorien zu entwickeln, wie sie zurückkönnen. Schließlich beschließen sie, auf die Party zu gehen, wo das mysteriöse Lied aus den 1990ern über das Campusradio gespielt wird. Ihr Plan ist es, diesen Song noch einmal im Aufzug zu spielen, um so erneut einen Zeitsprung zu provozieren. Am nächsten Tag rasen sie zur Sendestation, nur um festzustellen, dass eingebrochen wurde, um das Tape zu entwenden. Im Verlauf der Handlung kommen sie der Geschichte des Songs auf die Spur. Der Song war eine Rache von Mary Jane an ihrem Freund, einem Basketball-Spieler, der sich ihr gegenüber unmöglich benommen hat. Während die Freunde das Tape wiederbeschaffen, bändelt Ben mit Mary Jane an und sie komponieren gemeinsam Lieder. Bei den Aufnahmesessions überspielen sie versehentlich den Song, ohne es zu bemerken.
Als die Jungs in den Fahrstuhl einsteigen, bemerken sie ihren Irrtum, doch es ist zu spät. Sie haben zwar verhindert, dass sich der schreckliche Unfall ereignet, jedoch sind sie nun selbst in der Todesfalle. Doch als sie den letzten Song, den Mary Jane und Ben komponiert haben, abspielen, landen sie wieder in der Zukunft. Dort nehmen sie am Talentwettbewerb teil und müssen feststellen, dass Mary Jane als Mrs. Robinson in der Jury sitzt. Sie gibt den Preis nach einem Gespräch mit Ben jedoch an eine Nachwuchs-Singer-Songwriterin. Dennoch ist der Auftritt von 5G äußerst gelungen.
Die Elevator Boys sind eine Social-Media-Gruppe, die sich durch die exzessive Nutzung des namensgebenden Aufzugs, insbesondere am Anfang ihrer Karriere, auszeichnen. Ansonsten bestanden ihre Clips meist aus Lip-Sync- und Tanzvideos. Der Aufzug steht in vielen ihrer Clips im Mittelpunkt, ein Clip mit Heidi Klum erreichte 50 Millionen Views. Hinzu kam später auch eine musikalische Karriere. Mit einem Cover von Jingle Bell Rock gelang ihnen auch ein Erfolg in den deutschen Singlecharts. Amazon Prime fragte die Social-Media-Gruppe bereits drei Jahre vor Erscheinen des Films nach einem gemeinsamen Projekt. Schließlich beauftragte Amazon Wiedemann & Berg Filmproduktion, einen Film mit den Elevator Boys zu drehen, der exklusiv auf ihrem Streaming-Portal zu sehen ist. Regie führte Facundo Scalerandi. Die fünf Elevator Boys nahmen für den Film ein Schauspiel-Coaching. Der Film wurde über den Zeitraum von drei Monaten auf Malta gedreht.
Der Film enthält einige Anspielungen auf die Jugendkultur in den 1990ern. Als Beispiel für eine Indie-Band wurde Veruca Salt gewählt, auch ansonsten sind einige 1990er Songs im Soundtrack zu hören, darunter Macarena von Los del Río, zu dem auf der Party getanzt wird, und Be My Lover von La Bouche. Klischees wie der Bandsalat der Audiokassetten, der durch einen Bleistift behoben wird, die Ladezeiten des Internets und der Verzicht auf Smartphone sind als humoristische Elemente eingearbeitet. Auch Anspielungen auf die Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie finden sich im Film.
Musikalisch sind 5G, wie die Filmband der Elevator Boys heißt, an die Boybands der 1990er angelehnt, wie Backstreet Boys und *NSYNC. Der Titelsong 1995 wurde daher konsequenterweise vom ehemaligen Take-That-Sänger und Texter Gary Barlow geschrieben.
Der Film erschien am 21. August 2026 über Amazon Prime Video als exklusive Premiere.
Back to the 90s wurde von einem Großteil der Filmkritik als schlecht bewertet, wobei er durchaus nette Ansätze zeige.
So nannte Peter Luey den Film in seiner Rezension für Epd Film ein „schlicht gestricktes Social-Media-Starvehikel“. Er hob außerdem einige der Logiklücken, abseits des offensichtlichen Großvaterparadoxon, hervor, insbesondere das an einer offensichtlich US-amerikanischen Uni alle Deutsch sprechen. Einige der 1990er Gags zündeten dagegen, wobei auch einige sehr platte Gags darunter seien. Auf Quotenmeter.de bescheinigte Rezensentin Isabella Häusler dem Film nur wenig Tiefgang. Dafür überzeuge der Film optisch und auch die Hauptdarsteller, keine ausgebildeten Schauspieler, seien sichtlich bemüht, für gute Laune zu sorgen. Der Film sei ein „Wohlfühlprojekt, das sich nicht mehr vornimmt, als es am Ende auch liefert“. Oliver Armknecht bezeichnete auf Film-rezensionen.de einige Ideen als nett und andere als beliebig. Als Fazit meinte er: „Das Szenario war eigentlich vielversprechend. Die schwachen Witze, die oberflächliche Geschichte und die dürftige schauspielerische Leistung machen diese Komödie jedoch allenfalls für Fans interessant.“ Auf Stern.de kritisierte Friederike Hilz ebenfalls die schauspielerische Leistung der Elevator Boys als „hölzern“ und weit hinter den Schauspielerinnen Anja Pichler und Luise Aschenbrenner zurück. Dem Film bescheinigt sie eine „nostalgische Ästhetik und stylischen Kostüme“, das Drehbuch von Juliana Lima Dehne sei dagegen „arg oberflächlich geraten“. In der Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb Laura Roban der Film sei „kurzweilig“, man wünsche aber dennoch keine Fortsetzung.