


Balljungen oder Ballmädchen (auch Ballkinder genannt) sind (üblicherweise jugendliche) Helfer bei Wettkämpfen unterschiedlicher Ballsportarten, deren Aufgabe es ist, einen nicht mehr im Spiel befindlichen Spielball einzusammeln und den Spielern zurückzugeben oder Reservebälle bereitzuhalten, um Spielunterbrechungen zu verkürzen.
In Sportarten, in denen mehrere Bälle bereitgestellt werden, damit das Spiel schnell fortgesetzt werden kann, werden Balljungen und -mädchen eingesetzt, um möglichst schnell einen Ball zurück ins Spielgeschehen zu bringen. Daher kommen sie regelmäßig beim Fußball, im Tennis, Basketball, Volleyball oder auch Cricket, Baseball und American Football zum Einsatz.
In Tennisturnieren sind Balljungen und -mädchen unentbehrliche Helfer, die bei Spielunterbrechungen sogar das Spielfeld betreten dürfen. Üblicherweise werden Kinder und Jugendliche eingesetzt, die ähnlich wie die Linienrichter nach bestimmten Einsatzzeiten rotieren. Sammelbereiche, Bewegungen, Ballverteilung, Verhalten und Gesten gegenüber den Spielern unterliegen festen Regeln. In der Regel sind Balljungen und -mädchen in den Courtecken und am Netz positioniert. Neben der Ballverteilung werden sie auch dazu eingesetzt, den Spielern zwischen den Ballwechseln Handtücher zu reichen.
Erstmals kamen Balljungen im Jahr 1920 in Wimbledon zum Einsatz. Seit 1977 werden auch Mädchen in dieser Funktion eingesetzt.
Der Spieler Tim Henman wurde beim Wimbledon Turnier 1995 disqualifiziert, nachdem ein von ihm im Zorn verschlagener Ball ein Ballmädchen am Kopf getroffen hatte.
Obwohl Balljungen beim Fußball nur sehr selten auffallen, da sie das Spielfeld nur in Ausnahmefällen betreten dürfen, stehen sie gelegentlich im Mittelpunkt: