Über paarigen Hochblättern stehenden die Blüten selten einzeln oder meist in seitenständigen, verlängerten oder beinahe kopfig erscheinenden, traubigenBlütenständen zusammen.
Die je nach Art relativ kleinen, zygomorphenBlüten sind 6 bis 10 Millimeter lang. Die Kelchzähne sind mehr oder weniger gleich. Die genageltenKronblätter sind rosa- bis purpurfarben oder gelb.
Die Hülsenfrüchte sind länglich und abgeflacht oder selten aufgebläht.
Ökologie
Die Bestäubung erfolgt durch Vögel (Ornithophilie). Die Ausbreitung der Diasporen, es sind bei einigen Lessertia-Arten die Früchte, erfolgt durch den Wind.
Verbreitung
Die Gattung kommt vorwiegend in Afrika, mit dem Verbreitungszentrum im Süden, nur die Arten Lessertia benguellensis, Lessertia pauciflora, Lessertia incana und Lessertia stipulata kommen auch in tropischen Regionen vor.
Nutzung
Verschiedene Arten der Gattung werden als Viehfutter oder in der traditionellen Medizin als Heilpflanzen genutzt. Aufgüsse von Lessertia argentata und Lessertia tomentosa werden zur Behandlung von Augenkrankheiten verwendet, die Blätter von Lessertia stenoloba und Lessertia inflata als Abführmittel und Lessertia macrostachya gegen Magen- und Leberschmerzen. Ein Pulver aus Lessertia benguellensis wird zur Behandlung von Syphilis, Angina und blutigem Urin verwendet.
Die Gattung Lessertia gehört zur Untertribus Coluteinae aus der Tribus Galegeae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie Fabaceae.
Die Gattung der Ballonerbsen (Lessertia) ist eng verwandt mit der sehr ähnlich Gattung Blasensträucher (Colutea).
Von manchen Autoren wird die sehr ähnliche Gattung SutherlandiaR.Br. in die Gattung Lessertia mit eingeordnet. Beide Gattungen sind im „Wuchs“ sehr ähnlich, bei Sutherlandia sind die Blüten 15 bis 30 Millimeter groß und rot, sowie die Früchte größer als bei Lessertia. Die Einordnung vieler Arten ist umstritten.
Je nach Autor gehören 50 bis 75 Arten zur Gattung Lessertia:
Lessertia annularisEckl. & Zeyh. (Syn.: Lessertia arcuataEckl. & Zeyh.): Sie kommt in Namibia in den südafrikanischen Provinzen Free State, Nord-, West- sowie Ostkap vor.
Lessertia capensisDruce (Syn.: Lessertia astragalinaMeisn., Lessertia pubescensDC., Lessertia pulchraSims, Lessertia venustaEckl. & Zeyh.): Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Westkap vor.
Lessertia capitataE.Mey. Sie kommt beispielsweise in den südafrikanischen Provinzen Free State, Nord- sowie Westkap vor.
Lessertia flanaganiiL.Bolus: Sie ist nur von der Typusaufsammlung im Jahr 1890 in Komga in der südafrikanischen Provinz Ostkap bekannt.
Lessertia flexuosaE.Mey.: Über diese Art ist wenig bekannt; es gibt Fundortangaben in der südafrikanischen Provinz Ostkap.
Lessertia frutescens(L.) Goldblatt & J.C. Manning (Syn.: Lessertia montana(E.Phillips & R.A.Dyer) Goldblatt & J.C.Manning): Mehrere Unterarten kommen in Botswana. Lesotho, Namibia und in Südafrika vor. In Kenia und in Australien ist sie ein Neophyt.
Lessertia globosaL.Bolus: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Westkap vor.
Lessertia harveyanaL.BolusSie kommt in den südafrikanischen Provinzen KwaZulu-Natal sowie Ostkap vor.
Lessertia herbaceaDruce (Syn.: Lessertia abbreviataE.Mey., Lessertia propinquaEckl. & Zeyh.): Sie kommt in Südafrika und in Lesotho vor.
Lessertia incanaSchinz: Sie kommt in Namibia und in Südafrika vor.
Lessertia inflataHarv. (Syn.: Lessertia vesicaria(Thunb.) DC.): Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen Ost- sowie Nordkap von Calvinia bis Sutherland und zur Upper Karoo relativ weit verbreitet vor.
Lessertia kensitiiL.Bolus: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Ostkap vor.
Lessertia lanataHarv.: Dieser Endemit kommt nur noch an zwei Fundorten im „Swartberg Renosterveld“ im Westkap vor. Die Bestände nehmen fortlaufend durch vielfältige menschliche Einflüsse ab.
Lessertia macrostachyaDC.: Die Unterarten kommen in Botswana sowie Namibia vor und eine Unterart kommt auch in der südafrikanischen Provinz Nordkap vor.
Lessertia margaritaceaE.Mey.: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Westkap vor.
Lessertia meyeriBoatwr.T.Nkonki & B.-E.van Wyk: Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen West- sowie Nordkap von Namaqualand bis zur Kaphalbinsel vor, mit einem isolierten Fundort in der Nähe von Montagu.
Lessertia microcarpaE.Mey.: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Nordkap vor.
Lessertia miniataSalter: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Westkap vor.
Lessertia perennansDC. (Syn.: Lessertia polystachyaHarv., Lessertia subcanescensGand.): Die mehreren Varietäten kommen im „Drakensberg Escarpment“ vom südlichen Mpumalanga über KwaZulu-Natal und Lesotho bis zu den Amathole Bergen im Ostkap vor.
Lessertia phillipsianaBurtt Davy: Über diese Art ist nur wenig bekannt. Es sind 2013 nur drei Aufsammlungen in Klerksdorp, Ventersdorp sowie Chrissiesmeer in den südafrikanischen Provinzen Mpumalanga sowie North West bekannt.
Lessertia physodesEckl. & Zeyh. (Syn.: Lessertia acuminataE.Mey., Lessertia tumidaEckl. & Zeyh.): Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Ostkap vor.
Lessertia prostrataDC.: Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen Free State, Gauteng, Limpopo sowie Ostkap vor.
Lessertia rigidaDC.: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Westkap vor.
Lessertia spinescensE.Mey.: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Nordkap vor.
Lessertia stenolobaE.Mey. (Syn.: Lessertia obtusata(Thunb.) DC.): Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen West- sowie Nordkap vor.
Lessertia stipulataBaker f.: Sie kommt nur in der südafrikanischen Provinz Free State vor.
Lessertia strictaBolus (Syn.: Lessertia purpureaR.Young): Sie ist im südlichen Afrika verbreitet.
Lessertia tenuifoliaE.Mey.: Sie kommt in den südafrikanischen Provinzen Free State sowie Ostkap vor.
Lessertia thodeiL.Bolus: Sie kommt in Lesotho und in den südafrikanischen Provinzen KwaZulu-Natal, Free State sowie Mpumalanga vor.
Lessertia tomentosaDC.: Dieser Endemit kommt nur von St. Helena Bay bis zur Kaphalbinsel im Westkap vor. Es sind nur noch 10 bis 15 isolierten Fundorte bekannt. Durch menschlichen Einfluss gehen fortlaufend Habitate verloren. Invasive Pflanzenarten nehmen die Bestände ab.
Tandiwe Nkonki: A Taxonomic Study of the Genus Lessertia DC. (Fabaceae, Galegeae). A dissertation submitted in partial fulfilment for the degree of Magister Scientiae in Botany in the Faculty of Science, University of Johannesburg, 2013. PDF.
Einzelnachweise
↑Lessertia bei Tropicos.org.Missouri Botanical Garden, St. Louis,abgerufen am 2.Dezember 2021.
1234567891011Lessertiaim Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.Abgerufen am 2. März 2021.
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Tandiwe Nkonki: A Taxonomic Study of the Genus Lessertia DC. (Fabaceae, Galegeae). A dissertation submitted in partial fulfilment for the degree of Magister Scientiae in Botany in the Faculty of Science, University of Johannesburg, 2013. PDF.