Ballonkanone, auch Ballonabwehrkanone (BAK), Ballonbekämpfungskanone, ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Geschütze, die zur Bekämpfung von Ballonen eingesetzt wurden.
Ballonabwehrkanonen sind seit 1870/71 bekannt und gelten als frühe Vorläufer von Flugabwehrkanonen (FlaK). Krupp modifizierte 1870 ein 3,7-cm-Geschütz dahingehend, dass es mit Sockel auf einem Pferdewagen montiert werden konnte und somit mobiler wurde. Die Erfolge waren mäßig, lediglich der Ballon Le Daguerre wurde am 12. November 1870 abgeschossen und die Besatzung gefangen genommen. Dennoch verwies die neue Waffe auf die kommende Kriegsführung, auch wenn sie sich in ihrem Nutzen zur damaligen Zeit als sehr begrenzt erwies.
Vor dem Ersten Weltkrieg wurden einige Ballonabwehrkanonen vorgestellt. Von der Firma Ehrhardt in Zella-Mehlis sind Modelle bekannt, die jedoch vom Militär nicht akzeptiert wurden. Im Ersten Weltkrieg wurde mit dem Kaliber der früheren 7,7-cm-Feldkanone C/96 ein Geschütz zur Ballonabwehr eingeführt, das ab 1914 als „7,7-cm-Ballonkanone“ bezeichnet wurde.