
Barbara Buser (* 1954 in Zürich) ist eine Schweizer Architektin. Sie erhielt 2020 (zusammen mit Eric Honegger) den Prix Meret Oppenheim des Bundesamtes für Kultur.
Barbara Buser schloss 1979 ihr Architekturstudium an der ETH Zürich ab. Sie arbeitete danach zehn Jahre im Dienst für technische Zusammenarbeit im Sudan und in Tansania.
1995 rief Buser zusammen mit Klara Kläusler den Verein «Bauteilbörse Basel» ins Leben, den sie bis 2006 präsidierte. An der Bauteilbörse werden nicht mehr gebrauchte Bauteile wiederverwendet. 1996 rief sie mit Max Honegger die denkstatt sàrl ins Leben, die sich als Think Tank auf Projektentwicklungen im urbanen und ländlichen Kontext spezialisiert.
1998 gründeten Barbara Buser und Eric Honegger das Baubüro Mitte, das inzwischen baubüro in situ heisst. Zu ihren grossen Umnutzungsprojekten gehören:
Zu ihren internationalen Projekten zählt der Umbau des Kindl-Areals in Berlin.
Der wesentliche Fokus von Buser liegt darauf, Gebäude und sämtliche Teile alter Gebäude möglichst wiederzuverwenden. Ein Abriss kommt für sie nicht in Frage, auch deswegen, da der Bausektor zu den weltweit größten Verursachern von Treibhausgasen gehört. In Europa entstehen mehr als 35 % des gesamten Müllaufkommens durch Bau- und Abbrucharbeiten. Busers Arbeitsweise ist daher: Wiederverwendung statt Verschwendung. Darüber hinaus steht für sie Gemeinwohl vor maximaler Rendite. Buser will, wo möglich, die zukünftigen Bewohner bereits frühzeitig einbeziehen. Dadurch sollen Viertel entstehen, in denen sich die Bewohner besonders wohl fühlen. Durch die Wiederverwendung der Gebäude und der Materialien sind die Wohnung häufig auch bis zu 30 % günstiger als Neubauten.
Sie ist seit April 2024 ein Gesicht der Klimakampagne «Gut fürs Klima, gut für Basel» des Präsidialdepartementes des Kantons Basel-Stadt. Barbara Buser lebt und arbeitet in Basel.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Buser, Barbara |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Architektin |
| GEBURTSDATUM | 1954 |
| GEBURTSORT | Zürich |