![[Ticket#2021051210006146] Installation im Forum Kunst Rottweil, 2019](https://thumb.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c7/Barbara_Ehrmann%2C_Gegenstr%C3%B6mung%2C_2016%2C_285_x_620_cm.jpg/250px-Barbara_Ehrmann%2C_Gegenstr%C3%B6mung%2C_2016%2C_285_x_620_cm.jpg?utm_source=de.wikipedia.org&utm_campaign=parser&utm_content=thumbnail)
Barbara Ehrmann (* 16. April 1962 in Ravensburg) ist eine deutsche bildende Künstlerin, die in Ravensburg lebt und arbeitet. Ihr Werk umfasst Zeichnung, Druckgrafik, Malerei, Collagen in Wachs, Rauminstallation, Video.
Barbara Ehrmann studierte von 1982 bis 1988 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Karl-Henning Seemann zunächst Bildhauerei, anschließend Studium mit Schwerpunkt Malerei / Grafik bei Wolfgang Gäfgen sowie ein Aufbaustudium Intermediales Gestalten bei Sotirius Michou. Seit 1988 wurden ihre Werke in sehr zahlreichen nationalen und internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen, Kunstvereinen, Städtischen Galerien und anderen Institutionen in ganz Deutschland, sowie in Frankreich, Schweiz, Italien, China und Japan präsentiert. Seit 2007 ist sie Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg.
2010–2019 versammelte Barbara Ehrmann in dem von ihr gegründeten Zeichenprojekt „mit fliegendem Stift“ im Kino des Kulturzentrums der Linse Weingarten Zeichnern der Region. Freie künstlerische Lehrtätigkeit an verschiedenen Institutionen, von 1998 bis 2015 an der PH Weingarten und seit 2018 an der Dualen Hochschule für Mediendesign Baden-Württemberg in Ravensburg.
Von Beginn an findet Barbara Ehrmann Inspiration in prähistorischer Kunst, steinzeitlichen Felsmalereien und alten Mythologien. Ihre Faszination für alte Kulturen (z. B. Ägypten, Byzanz) und den Zen-Buddhismus, aber auch für die Kulturen der Naturvölker und die damit verbundenen Reisen an entsprechende Orte (Sahara, Sinai, Japan…) findet Resonanz in ihrer reduzierten und archaisch anmutenden Bildsprache. Seit Anfang der 90er Jahre experimentiert Barbara Ehrmann mit Wachs und erzeugt damit in ihren Bildern geheimnisvolle, sinnlich wirkende Transparenzen und räumliche Schichtungen. Schwerelose, schwebende Bildräume ziehen den Betrachter in den Bann, und subtil eingearbeitete persönliche Dokumente und Schriften lassen menschliche Schicksale und Existentielles ahnen. In ihren Arbeiten findet sich das Leichte, Freie, Schwebende ebenso wie die Entschiedenheit einer gesetzten „schweren“ Form. Auf teils sehr großen Bahnen asiatischer Papiere entfalten sich starke energetische Felder, meist in Schwarz-Weiß. Ihre Zeichnungen oszillieren zwischen abstrakter Zeichnung und gegenständlicher Anmutung und lassen häufig an Fliegen, Schwimmen und Tauchen denken. In Installationen mit großformatigen Bildfahnen, transluzid durch Wachsbeschichtung, taucht der Betrachter in eine schwebende „Zwischenwelt“ ein.
Parallel zur Atelierarbeit dreht Barbara Ehrmann seit 2013 zusammen mit ihrem Lebensgefährten Alexander Nelles apnoetauchend im Bodensee, Mittelmeer und Roten Meer experimentelle Kurzfilme unter Wasser. Die Ästhetik unter Wasser, sowie das mental und physisch besondere, existentielle Körpergefühl beim Apnoetauchen wirkt aktuell in die Welt ihrer Bilder.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ehrmann, Barbara |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche bildende Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 16. April 1962 |
| GEBURTSORT | Ravensburg |