Barbara Hunfeld (* 1967 in Wilhelmshaven) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin und Editionsphilologin.
Hunfeld promovierte, nach dem Studium der Germanistik und Geschichte, an der Universität Würzburg 2001 bei Helmut Pfotenhauer im Fach Neuere deutsche Literaturgeschichte über den Zusammenhang von Himmelsschau und Poetologie bei Brockes, Jean Paul, Goethe und Stifter. Sie arbeitet seit 1999 dort in Forschung und Lehre, seit 2011 im Beamtenverhältnis, seit 2022 ist sie Honorarprofessorin. Ihre Veröffentlichungen behandeln neben der Editionswissenschaft vor allem Fragen der Ästhetikgeschichte, der Semiotik und der Autopoetologie.
Mit der Edition der drei Fassungen von Jean Pauls Roman „Hesperus oder 45 Hundposttage“ (1795, 1798 und 1819) legte sie 2009 das Modell für die textgenetisch orientierte historisch-kritische Jean-Paul-Werkausgabe vor. Seit 2010 leitet Hunfeld die Forschungsstelle Jean-Paul-Edition (ehem. Arbeitsstelle Jean-Paul-Edition) am Institut für Deutsche Philologie. 2022 wurde die Edition in das Programm der Bayerischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen. „Sprachgitter digital“ wird von 2022 bis voraussichtlich 2047 unter der Leitung von Barbara Hunfeld (Gesamtleitung) und Roland S. Kamzelak gefördert. Sie ist Präsidentin der Jean-Paul-Gesellschaft und Mitglied des Projektbeirats Neuere deutsche Literatur an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hunfeld, Barbara |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Literaturwissenschaftlerin und Editionsphilologin |
| GEBURTSDATUM | 1967 |
| GEBURTSORT | Wilhelmshaven |