Daneben erstellte sie Fotoreportagen für Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau und Focus. Themen waren beispielsweise Sinnsuchende in der Zukunftsstadt Auroville in Indien oder Seenomaden vor der Küste Thailands. In Zusammenarbeit mit der Autorin und Grafikerin Francisca Drechsler brachte sie 2014 nach rund zweijähriger Vorbereitung einen Bildband mit 20 Portraits von Menschen, die in den historischen Stätten von Schloss Sanssouci leben und arbeiten, heraus. Unterstützt wurde das Projekt von Jürgen Becher, dem Leiter des Informations- und Dokumentationszentrums der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
2014 war sie Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von Pro Quote Regie. 2018 wurde der Verein umbenannt zu ProQuote Film, einhergehend mit einer Erweiterung des Fokus von ausschließlich Regisseurinnen auf alle Filmberufe. Rohm war auch dort Vorstandsmitglied und langjährige Vorsitzende. Sie trug als Projektleiterin die Verantwortung für mehrere Kampagnen und Veranstaltungen des Vereins.
2019 gründete sie gemeinsam mit der Kulturmanagerin und BücherFrauYvonne de Andrés die Initiative Power to Transform!, die sich als feministischen Think Tank versteht. Der eingetragene Verein hat seinen Sitz in Berlin. Stand Dezember 2024 vertritt Rohm den Verein gemeinsam mit Chun Mei Tan. Jeweils im Rahmen der Berlinale organisierte der Verein 2023 und 2024 unter dem Motto „Power to Change“ das Global Forum for Women Film Organizations in den Räumlichkeiten der Kanadischen Botschaft. 2023 nahmen 59 internationale Organisationen am Forum teil. 2024 wurde die Veranstaltung von Rohm, sowie Bundesministerin Lisa Paus und Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek eröffnet.
Rohm gründete den culture change hub, um damit Expertise und Tools für einen Kulturwandel sowie für faire und würdevolle Arbeitsbedingungen in der Kulturbranche anzubieten. Dazu gehörte die erste Ausbildung im deutschsprachigen Raum zum Intimacy Coordinator. Kurse und Workshops zu diesem Themengebiet führt sie außerdem als Ausbildungsleiterin und Dozentin an künstlerischen Hochschulen und anderen Institutionen, zum Beispiel Zürcher Hochschule der Künste und Erich Pommer Institut durch.
Rohm ist national und international als Speakerin und Referentin zu den Themen Arbeitskultur und Kulturwandel, Darstellungen von Intimität und sexualisierter Gewalt, Stereotype Perspektiven in den Medien und der Male Gaze, Genderbalance und Diversität tätig. 2023 war sie mit anderen zum Fachgespräch „Frauen in Kultur und Medien“ in den Bundestag eingeladen. Ende Januar 2024 war sie Teilnehmerin des Fachgesprächs zum Thema „Diversität im Film“.
Barbara Rohm lebt mit ihrer Familie in Potsdam.
Auszeichnungen
1996: Murnau-Kurzfilmpreis für den ersten Akt des Films Die Gebrüder Skladanowsky, gemeinsam mit Wim Wenders und mehreren Studierenden der Hochschule für Fernsehen und Film, München: Carlos Alvarez, Peter Carsten Funke, Henrik Heckmann, Veit Helmer, German Kral, Bodo Lang, Matthias Lehmann, Eva Munz, Stefan Puchner, Barbara Rohm, Marcus Schmidt, Alina Theodorescu
1995: Wer einmal da ist ... bleibt - Praterleute (Kurzfilm 33 Minuten, Regie, Drehbuch und Kamera, Kamera außerdem Konrad Wickler)
1996: Die Gebrüder Skladanowsky (Regie: Wim Wenders mit Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film München)
1998: Skywalker (Kurzfilm 6 Minuten: Regie, Produktion mit Volker Gustedt, Uraufführung: 31. Oktober 1998, Internationale Hofer Filmtage)
1998 Fensterspiele (Kurzfilm 15 Minuten, Regie)
Buchpublikation
Francisca Drechsler (Text), Barbara Rohm (Foto):Menschen in Sanssouci: Leben und Arbeiten im Weltkulturerbe. h.f.ullmann publishing, Potsdam 2014, ISBN 978-3-8480-0760-8.