Die Barnebey-Cheney Company war ein US-amerikanisches Unternehmen, das Aktivkohle, Luftfiltersysteme und Kohlenstofffaserprodukte herstellte.
Gegründet wurde es von Oscar L. Barnebey und Merritt B. Cheney. Captain Barneby und Leutnant Cheney hatten während des Ersten Weltkriegs die Abteilung der amerikanischen Streitkräfte für Abwehr im Gaskrieg geleitet und hatten eine Gasmaske auf Basis von Aktivkohle entwickelt. Nach dem Krieg gründeten sie das Unternehmen Barnebey-Cheney Engineering Company (BCEC) und ließen sich 1929 in Columbus, Ohio nieder und produzierten Aktivkohlefilter. Das Unternehmen meldete im März 1929 ein Patent zur Herstellung aktivierten Materials an.
Schon vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg 1941 arbeitete Barnebey-Cheney mit dem Chemical Warfare Service zusammen und bereits 1940 wurde bei Barnebey-Cheney die erste Versuchsanlage der Vereinigten Staaten zur Produktion von Whetlerit-Aktivkohle, eine kupferangereicherte Form von Aktivkohle für die Giftgasbekämpfung, eingerichtet.
1957 wurde dem Unternehmen ein von William F. Abbott 1956 beantragtes Patent zur Herstellung von Kohlenstofffasern übertragen, nachdem die Steuerbehörden dessen Unternehmen Carbon Wool Corporation in Ojai in Kalifornien aufgelöst hatte. Barneby Cheney begann mit der Produktion von Carbon-Mulifilamenten für Wärmedämmung, Matten und Ummantelungen. Die im Bereich der Carbonfasern wegweisende Produktion erfolgte aber nur für eine begrenzte Zeit.
Zusammen mit Consolidated Film Industries wurde Barneby Cheney 1977 mit einem Oscar für Wissenschaft und Entwicklung für die Entwicklung einer Anlage zum Auffangen von Lösungsmitteldünsten in Filmlaboratorien ausgezeichnet.
Das Unternehmen wurde 1987 von Sutcliffe Speakman PLC, einem Konkurrenzunternehmen auf dem Aktivkohlemarkt übernommen.