Barry-Angriff

Barry-Angriff
  a b c d e f g h  
8 8
7 7
6 6
5 5
4 4
3 3
2 2
1 1
  a b c d e f g h  
Züge1. d4 Sf6
2. Sf3 g6
3. Sc3 d5
4. Lf4 Lg7
ECO-Schlüssel A48
NIC-Schlüssel QP6
Benannt nachEngl. Slangausdruck für "Müll"
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Der Barry-Angriff (auch oft englisch als Barry Attack bezeichnet) ist eine Eröffnungsvariante im Schach. Sie gehört zu den Damenbauernspielen und ist in der Encyclopedia of Chess Openings unter dem Schlüssel D00 klassifiziert.

Die Grundstellung wird erreicht nach den Zügen:

1. d2–d4 Sg8–f6 2. Sg1–f3 g7–g6 3. Sb1–c3 d7–d5 4. Lc1–f4 Lf8–g7

Mit dem Aufbau umgeht Weiß sowohl die Grünfeld-Indische Verteidigung, weil er nicht 2. c4 spielt, als auch die Königsindische Verteidigung, weil er auf 2. … d6 mit 3. e4 durch Zugumstellung in die Pirc-Verteidigung übergehen kann, was vielen Königsindisch-Spielern nicht gefällt. Deswegen ist der Barry-Angriff auch bei Amateurspielern beliebt, die sich nicht aufwendig auf Grünfeld-Indisch und Königsindisch vorbereiten wollen.

Geschichte

Die Variante war bereits in den 1920er Jahren bekannt. Beim stark besetzten Turnier in New York 1924 gewann José Raúl Capablanca damit gegen Fred Dewhirst Yates. In den folgenden Jahrzehnten verlor sie an Popularität, bis sie in den 1980er Jahren wieder öfter in der Praxis vorkam. Insbesondere von Niaz Murshed und Mark Hebden wurde sie häufig gespielt. In der Folge wurde sie in mehreren Büchern behandelt, unter anderen von Joe Gallagher (Beating the Anti-King's Indians, 1995), Aaron Summerscale (A Killer Chess Opening Repertoire, 1998) und Gary Lane (Ideas Behind Modern Chess Openings: Attacking with White, 2002). Der Name der Eröffnung bezieht sich nicht, wie man vermuten könnte, auf eine Person, sondern Barry ist ein englischer Slangausdruck für "Müll".

Hauptvarianten

Weiß hat mehrere Möglichkeiten, die Stellung zu behandeln:

Einzelnachweise

  1. ↑ Partie bei Chessgames.com
  2. ↑ Partie bei Chessgames.com

Literatur