Bas Leenman (eigentlich: Bastiaan Leenman; * 4. September 1920 in Oud-Beijerland, Süd-Holland; † 6. April 2006 in Arnhem) war ein niederländischer reformierter Industriepfarrer.
Leenman studierte nach dem Erlangen seiner Hochschulreife Evangelische Theologie. Nach seiner Ordination zum Pastor war er als Industriepfarrer tätig und kümmerte sich um Hilfe für die Sinnfindung der in technische Abläufe eingespannten Menschen der Industrialisierung.
Auf der Suche nach Wegweisung in diesem bisher unerschlossenen Gelände stieß er auf eine Gastvorlesung des Soziologen und Philosophen Eugen Rosenstock-Huessy, die dieser 1958 im westfälischen Münster hielt. Die Begegnung mit diesem Arbeitsphilosophen leitete eine neue Etappe in seinem Leben ein. Bas zog in die Vereinigten Staaten. Im Staat Vermont richtete er am 18. April 1969 ein „Half-Way“ Haus ein, ein Haus für Entlassene aus der Psychiatrie, denen für eine Übergangszeit „auf halbem Weg“ ein institutioneller Schutz gewährt wird. Das Haus FortySeven Main Street, Inc. genannt, führt jetzt sein Sohn Willem Leenman.
Leenman war Mitglied der Christlichen Friedenskonferenz und Teilnehmer der I. Allchristlichen Friedensversammlung 1961 in Prag. Von 1992 bis 1997 lebte er mit seiner Frau Teuna in der ökumenischen Kommunität Offensive Junger Christen in Reichelsheim. In dieser Zeit entstand die Idee einer mehrwöchigen Wanderuniversität in Irland, bei der Leenman Lehreinheiten hielt.
Bas Leenman gehörte zu den besten Kennern und kreativsten Schülern von Eugen Rosenstock-Huessy. Auch dieser lebte im Staate Vermont und war Professor im benachbarten Dartmouth College in Hanover (New Hampshire). Leenman publizierte eigene Texte und trat als Herausgeber von Rosenstocks Werken und denen seines Freundeskreises auf.
| Personendaten | |
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| NAME | Leenman, Bas |
| ALTERNATIVNAMEN | Leenman, Bastiaan (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer reformierter Industriepfarrer |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1920 |
| GEBURTSORT | Oud-Beijerland, Süd-Holland |
| STERBEDATUM | 6. April 2006 |
| STERBEORT | Arnhem, Niederlande |