| Basenji | ||
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| FCI-Standard Nr. 43 | ||
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Kongo-Terrier | |
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| Liste der Haushunde | ||
Der Basenji (auch Kongo-Terrier) ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse (FCI-Gruppe 5, Sektion 6, Standard Nr. 43).
Der Basenji zählt zu den urtümlichen Hunden, den Pariahunden bzw. Schensihunden. Ihr Bellen ist sehr einsilbig, kurz und wenig melodisch. Es kommt nur selten zur Anwendung, worin sie den Wölfen ähneln. Dies ist jedoch anatomisch bedingt da sie einen sehr flachen Kehlkopf haben, der kein tiefes Bellen ermöglicht.
Es wurde bisher angenommen, dass die Rasse den ägyptischen Tesem der 12. Dynastie abstammt oder von dessen Vorfahren, da er ihm in seinem Erscheinungsbild sehr ähnlich ist. Das ist jedoch falsch. Ein australisches Team decodierte 2025 das komplette Basenji-Genom als Referenz (CanFam_BAS) und stellte völlig überrascht fest, das dieses Genom mit dem Dingo, dem New Guinea Singing Dog (NGSD) und Indonesischen Dorfhunden verwandt ist.
Der Name Basenji bedeutet in der Übersetzung so viel wie „kleines wildes Ding aus dem Busch“, was in der Sprache der Pygmäen wie „Basenschi“ klingt.
Der Basenji entstammt dem zentralen Afrika und waren nicht nur im Kongo, sondern ursprünglich auch im Südsudan und Kamerun verbreitet. Dort wurde er um 1843 von Briten entdeckt, die nach und nach 71 Hunde nach Europa brachten und mit 56 davon weiter züchteten. Belegt ist ihre Ankunft durch ein Gemälde von Queen Victoria und Prinz Albert auf der neben dem Eskimohund (Samojede) auch ein Niger und Neptun dargestellt ist. Neptun wird eindeutig als Basenji identifiziert. 1868/71 entdeckte Georg Schweinfurth ihm auffallende Hunde in der Region Bahr al-Ghazal (Südsudan) als Jagdhelfer bei den Azande und Mangbetu. Seit den 1930er Jahren wird er systematisch als Hunderasse gezüchtet.
Der Basenji ähnelt vom Typ her dem Spitz. Seine Widerristhöhe beträgt 40–43 cm. Er ist ca. elf Kilogramm schwer. Das Haar ist kurz, glänzend, dicht und sehr fein. In den Farben ist das Fell rein schwarz und weiß; rotbraun und weiß; schwarz, lohfarben und weiß mit lohfarbenen kleinen Abzeichen über den Augen; schwarz; lohfarben und weiß. Gestromt ist das Fell gekennzeichnet durch schwarze Streifen auf rotbraunem Grund. Vom Hals an bis zur Brust zeichnet sich das Fell durch eine weiße Fläche aus. Die Rute sollte immer aufgedreht sein und an ihrem Ende eine weiße Spitze besitzen. Die in Europa gezüchteten Basenji tragen durchgehend das fixierte irish Marked, was aber in Afrika eher selten ist. Allerdings wurden in den letzten Jahren wiederholt Reisen in den Kongo unternommen um weitere Basenji für die Zucht zu gewinnen. Zu diesen ersten direkten Nachkommen gehört auch der vom australischen Forscherteam untersuchte Hund.
Diese Tiere sind ausgesprochen reinlich, riechen nicht, verlieren kaum Haare und verlangen nur sehr wenig Pflege. Die Hündinnen der Rasse werden nur einmal im Jahr läufig.
Basenjis benötigen sehr viel Auslauf und Beschäftigung. Diese Rasse verlangt dem Halter einiges an Kenntnissen über Hunde ab, für Anfänger ist ein Basenji daher nicht geeignet.
In ihrem gewohnten Umfeld sind Basenjis grundsätzlich von gelassener Natur, verfolgen das Geschehen um sie herum aber stets aufmerksam, um sofort auf dem Sprung zu sein, wenn etwas Interessantes geschieht. Im Freien entfalten sie ihr volles Temperament. Dort lieben sie es zu rennen und lassen sich kaum durch etwas anderes von ihrem aktuellen Interesse abhalten.
Basenjis sind recht dickköpfig und versuchen meist, ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. In jedem Fall gelingt die Erziehung nur auf der Basis einer ausgesprochen starken Vertrauensbeziehung zur jeweiligen Bezugsperson sowie im Rahmen einer klaren und stabilen Rangordnung.
Basenjis sind ursprüngliche Hunde mit einem markanten Charakter. Sie zeichnen sich durch hohe Intelligenz und Unabhängigkeit aus, was bedeutet, dass sie nicht immer bereit sind, Anweisungen zu befolgen. Basenjis kommunizieren durch eine Reihe von kurzen Lauten, bellen aber nur kurz abgehackt. Hündinnen werden nur einmal im Jahr läufig, was für viele Halter von Vorteil ist. Diese Hunde gelten als sehr reinlich und weisen keinen unangenehmen Körpergeruch auf. Im Haus sind sie ruhig und wachsam, während sie ihre Umgebung aufmerksam beobachten. Draußen sind sie aktiv und temperamentvoll und zeigen einen ausgeprägten Jagdtrieb.
Bei den in Europa gezüchteten Basenji treten zunehmend als Erbkrankheiten das Fanconi-Syndrom und die progressive Retinaatrophie auf. Beide vererben sich rezessiv und lassen sich mit einem Gentest nachweisen. Außerdem besteht beim Basenji eine Prädisposition für die persistierende Pupillarmembran. Der vom Forscherteam untersuchte Basenji war dagegen frei von allen Krankheiten, was darauf hinweist das nur in den europäisch gezüchteten Rassehunden Inzuchtprobleme entstanden sind.