Basil Gray

Basil Gray (* 21. Juli 1904 in Kensington, London; † 10. Juni 1989 in Oxford) war ein englischer Kunsthistoriker und Leiter der Orientalischen Abteilung (Abteilung Asien) des British Museum.

Leben und Wirken

Basil Gray wurde 1904 in Kensington als Sohn von Charles Gray und Florence Elworthy Cowell geboren. Sein Vater war Chirurg beim Royal Army Medical Corps. Er besuchte die Bradfield School und studierte in den 1920er Jahren am New College in Oxford.

Nach seinem Abschluss 1927 reiste Gray zu Studienzwecken nach Wien. In Wien blieb er drei Monate und hörte Vorlesungen bei Josef Strzygowski und schloss Freundschaft mit dem Kunsthistoriker Otto Demus. Anschließend arbeitete er auf Einladung von Stanley Casson zusammen mit dem Kunsthistoriker David Talbot Rice an den Ausgrabungen der British Academy im Palast der byzantinischen Kaiser in Konstantinopel.

Nach seiner Rückkehr nach England trat er am 10. Dezember 1928 in das Department of Printed Books des British Museum ein und wechselte zum 1. Januar 1930 in die Unterabteilung für orientalische Drucke und Zeichnungen unter Laurence Binyon, die 1933 zum Department of Oriental Antiquities wurde mit Robert Lockhart Hobson als Leiter, wo er 1940 stellvertretender Abteilungsleiter und 1946 Abteilungsleiter wurde. In seiner Amtszeit verwaltete er den Personalbestand, die Sammlungen und Akquisitionen und kuratierte Sonderausstellungen, bei denen die eigenen Sammlungen der Abteilung sowie öffentliche und private Bestände zum Einsatz kamen.

Der Archäologe Roman Ghirshman lud Gray 1951 in den Iran ein, um die Ausgrabungen von Susa zu studieren. Weitere Besuche im Iran umfassten Vorträge des Iranischen Instituts und des British Council in Isfahan, Täbris und Maschhad, und für Schiras drängte er als Mitglied des Leitungsgremiums des Iranischen Instituts auf Untersuchungen des Farbstoffhandels zwischen dem Persischen Golf und China.

Er wurde 1968 vorübergehend zum Direktor des British Museum ernannt und trat 1969 in den Ruhestand. Im Ruhestand konzentrierte er sich auf die Beziehungen zwischen chinesischer Keramik und persischer Malerei. Er wurde 1969 Vizepräsident des British Institute of Persian Studies, leitete 1972 den Sechsten Internationalen Kongress für Iranische Kunst und Archäologie in Oxford und wurde 1983 Präsident der Societas Iranologica Europaea.

Basil Gray starb am 10. Juni 1989 und ist auf dem Kirchhof von Long Wittenham, Oxfordshire, begraben.

Familie

1933 heiratete Basil Gray die Kalligraphin Nicolete Mary Binyon (1911–1997), Tochter seines Vorgesetzten Laurence Binyon. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor darunter die Kunsthistorikerin Camilla Gray.

Ehrungen

Eine Kuratorenstelle in der Asienabteilung des British Museum ist nach Gray benannt.

Publikationen

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Gray, Basil. In: Dictionary of Art Historians. 6. März 2016, abgerufen am 9. Juli 2022.
  2. 1 2 3 4 5 Ralph Pinder-Wilson: Obituary - Basil Gray 1904-1989 in: Iran Bd. 27, 1989, S. 5–6.
  3. ↑ Basil Gray in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 9. Juli 2022.
  4. ↑ John Hatcher: Binyon, (Robert) Laurence (1869–1943). In: Oxford Dictionary of National Biography, Oxford University Press, Oxford 2004.
  5. ↑ Nicolas Barker: Obituary: Nicolete Gray. In: The Independent. 12. Juni 1997, abgerufen am 15. Januar 2022.; Camilla Gray Prokofiev, Historian of Russian Art. In: The New York Times. 26. Januar 1972, abgerufen am 9. Juli 2022.
  6. ↑ Department of Asia, British Museum. Abgerufen am 15. Januar 2022.
Personendaten
NAME Basil Gray
KURZBESCHREIBUNG englischer Kunsthistoriker
GEBURTSDATUM 21. Juli 1904
GEBURTSORT Kensington, London
STERBEDATUM 10. Juni 1989
STERBEORT Oxford