Bleidiacetatbis(bleidihydroxid) kann durch Reaktion von Blei(II)-oxid mit einer Menge an Essigsäure, die nicht zur vollständigen Neutralisierung ausreicht, gewonnen werden. In alter Zeit, etwa in der Alchemie, bezeichnete man aus Bleiweiß und Essig hergestellte basische Bleiacetate (etwa als CH3-COO)2Pb · 3 H2O) auch als Oleum plumbi („Bleiöl“).
Eigenschaften
Bleidiacetatbis(bleidihydroxid) ist ein weißer geruchloser Feststoff, der in Wasser leicht löslich ist. Es zersetzt sich bei Erhitzung, wobei Essigsäure und bleihaltige Dämpfe entstehen.
Verwendung
Bleidiacetatbis(bleidihydroxid) wird in der Zuckeranalyse zur Entfernung von Farbstoffen, zur Klärung und Entfärbung anderer Lösungen organischer Stoffe verwendet.
↑Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 392 (zu glet, hier „bereyt glett“).
↑Udo Benzenhöfer: Johannes’ de Rupescissa „Liber de consideratione quintae essentiae omnium rerum“ deutsch. Studien zur Alchemia medica des 15. bis 17. Jahrhunderts mit kritischer Edition des Textes (= Heidelberger Studien zur Naturkunde der frühen Neuzeit. Band 1). Steiner, Wiesbaden/Stuttgart 1989, ISBN 3-515-05388-3 (zugleich Philosophische Dissertation, Universität Heidelberg, 1988), S. 188.
↑S. Gangolli:The Dictionary of Substances and Their Effects: K–N. Royal Society of Chemistry, 1999, ISBN 978-0-85404-828-1, S.62.