Edmond Marie Maurice Baumont (* 26. Februar 1892 in Lunéville; † 12. Juni 1981 in Paris) war ein französischer Historiker mit den Schwerpunkten Geschichte Deutschlands und Frankreichs zur Zeit der Dritten Republik (1871 bis 1940).
Maurice Baumont absolvierte die École normale supérieure (Paris), war Privatdozent für Geschichte und Geographie, wurde Professor am Conservatoire national des arts et métiers (Paris) und am Genfer Hochschulinstitut für internationale Studien. Von 1919 bis 1939 war er Mitglied im Sekretariat des Völkerbundes. Er nahm 1930 am 3e cours universitaire de Davos teil, zusammen mit zahlreichen anderen französischen und deutschen Intellektuellen. Von 1939 bis 1945 war er, zusammen mit Pierre Renouvin, Direktor der Commission de publication des documents relatifs aux origines de la guerre. 1957 wurde er zum Mitglied der Académie des sciences morales et politiques (ASMP) gewählt.
Maurice Baumonts Nachlass wird im Zentralarchiv des französischen Außenministeriums (Centre des archives diplomatiques) in La Courneuve aufbewahrt.
Nach Maurice Baumont benannt sind ein Preis der ASMP, eine Allee in Paris (Allée Maurice-Baumont) und das centre historique de recherches de Maurice Baumont (Zentrum für Geschichtsforschungen) in Luxeuil-les-Bains.
Maurice Baumont wurde zum Gerechten unter den Völkern ernannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baumont, Maurice |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 26. Februar 1892 |
| GEBURTSORT | Lunéville |
| STERBEDATUM | 12. Juni 1981 |
| STERBEORT | Paris |