Der Bayaweber (Ploceus philippinus) auch Bajaweber ist mit einer Körperlänge (Schnabelspitze bis Ende Schwanzfedern) von 15Zentimeter ein mittelgroßer Vertreter der Familie der Webervögel. Er ist auf dem indischen Subkontinent und in Südostasien beheimatet.
Aussehen
Weiblicher Bayaweber
Bayaweber haben eine Körperlänge von 15Zentimetern und ein Gewicht von 18 bis 28Gramm.
Im Schlichtkleid sehen sich Weibchen und Männchen sehr ähnlich, während das Männchen im Prachtkleid Gelb an Kopf, Brust, und Rücken zeigt, sowie ein dunkelbraunes Gesicht. Das Männchen hat im Prachtkleid eine gelbe Krone, dunkelbraune Deckfedern und Kehle, eine ungestreifte gelbe Brust und einen gelben Mantel und Schulterfedern. Weibchen oder nicht brütende Vögel haben in der Regel eine ungefleckte gelbbraune bis blassgelbliche Unterseite.
Stimme
Gesang des Bayawebers in Indien
Der Gesang dieses Vogels besteht aus einer Reihe von zwitschernden Tönen, gefolgt von einem Pfeifen, einem Summen und schließlich einigen Zwitschern.
Verbreitung und Lebensraum
Verbreitungsgebiet des Bayawebers
Diese Art kommt von Pakistan über Indien bis nach Südwestchina, in ganz Südostasien und südlich bis Sumatra und Djawa vor. Dort bewohnt sie Savannen, Waldränder, Getreidefelder, kommt aber auch in Gebirgen wie dem Himalaya bis in einer Höhe von 1.400Metern vor.
In ihrem Verbreitungsgebiet hält sich der Bayaweber ganzjährig auf, da er kein Zugvogel ist.
Lebensweise
Bayaweber sind sehr gesellige Vögel und benutzen gemeinsame Schlafplätze. Sie suchen in Schwärmen auf Ackerflächen nach Getreide.
Fortpflanzung
Kolonialer Nestbau in Baum über Wasser
Die Männchen dieser Art weben beutelförmige Hängenester in Akazien-, Dalbergia- und Prosopisbäumen, 3Meter über dem Boden. Diese Kolonienester aus Palmenblättern und Grashalmen können bis zu 200Individuen umfassen. Männchen bauen das Nest, um Weibchen anzulocken.
Das Nest ist hängend, an Blattspitzen befestigt, einstöckig und gestielt mit einer zentralen Nistkammer und einem langen vertikalen Tunnel, der zu einem seitlichen Eingang der Kammer führt. Bevor das Nest halbfertig ist treffen die Weibchen ein und besuchen mehrere Nester, bevor sie sich paaren. Das Paarungssystem is polygyn, mit 3–5 Weibchen pro Männchen. Der Nestbau erfolgt meist kolonial, mit bis zu 60 Nestern in einem einzigen Baum und mehr als 200 in einigen Kolonien.
Der Bayaweber brütet auf dem indischen Subkontinent während der Regenzeit (Monsun). Das Weibchen legt 2–4 weiße Eier und bebrütet sie 14–17 Tage lang. Das Weibchen allein brütet die Eier aus und versorgt die Küken. Sie verlässt das Nest, um Futter zu suchen, und lässt die Küken allein zurück. Da das hängende Nest geschlossen ist und der Eingang nach unten zeigt, sind die Küken im Gegensatz zu Küken in offenen Nestern relativ sicher vor Raubtieren. Während dieser Zeit ist das Männchen damit beschäftigt, Weibchen zu seinen anderen Nestern zu locken, von denen es bis zu drei geben kann.
Unterarten
Es werden fünf Unterarten anerkannt:
Ploceus philippinus philippinus (Linnaeus, 1766) kommt in Pakistan, in Indien mit Ausnahme des Südwesten, auf Sri Lanka und dem südlichen Nepal vor.
Bei der Beurteilung im Jahre 2024 wurde der Bayaweber, aufgrund seiner weiten Verbreitung und dem Fehlen bekannter Gefährdungen, von der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) als nicht gefährdet (engl.: "Least Concern") eingestuft.
Galerie
Bayaweber Männchen beim Beginn des Nestbaus
Bayaweber Männchen mit Gras für den Nestbau in Nepal
Bayaweber Männchen beim Nestbau in Indien
Bayaweber Männchen beim Nestbau in Indien
Bayaweber Männchen beim Nestbau mit Weibchen im Nest
Bayaweber Männchen beim Nestbau
Bayaweber Männchen beim Nestbau in Indien
Bayaweber Männchen mit Weibchen am fast fertigen Nest
Längsschnitt durch ein Bayaweber-Nest
Nest-Kolonie des Bayawebers in Indien
Nest-Kolonie des Bayawebers in Indien
Bayaweber Weibchen (P. p. burmanicus) beim Füttern eines Jungtiers
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12345Yusufkhan Pathan, Arvindgiri Goswami:A review of Baya Weaver Ploceus philippinus (Linnaeus, 1766) (Aves: Passeriformes: Ploceidae): ecological and conservation status. In: Journal of Threatened Taxa. Band15, Nr.12, 26.Dezember 2023, ISSN0974-7907, S.24357–24367, doi:10.11609/jott.8260.15.12.24357-24367 (englisch, threatenedtaxa.org[abgerufen am 16.November 2025]).
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