Leonhard Bayrer (auch: Leonard Bayrer; * 22. Juni 1749 in Augsburg; † 26. April 1802 ebenda) war ein deutscher Jesuit, Moraltheologe und geistlicher Schriftsteller.
Bayrer gehörte als Exjesuit zu den Professoren des Jesuitenkollegs St. Salvator, dem ehemaligen Gymnasium der Jesuiten in Augsburg. Später wurde er Domprediger in Augsburg.
Friedrich Nicolai schreibt in seinem Bericht „Unter Bayern und Schwaben“ (1781) polemisch über die Lehre am St. Salvator, bei dem Bayrer tätig war:
Viele der Predigten und moraltheologischen Schriften Bayrers sind im Druck erschienen. Er hat sich mit der sechsbändigen Sammlung „Poetisches Magazin“ aber auch für eine Verbreitung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur unter seinen Schülern eingesetzt, freilich mit moralisierendem Zweck, wie er in der Vorrede zum ersten Band einräumt: „Der lesebegierigen Jugend unschädliche Nahrung zu liefern war meine Absicht bey Anlegung dieses Magazines [...]“.
Der Germanist Hans Pörnbacher schätzt in seiner „Schwäbischen Literaturgeschichte“ Bayrers Bemühungen um die seinerzeitige Gegenwartsliteratur trotzdem durchaus positiv ein: „Bayrer, ein vorzüglicher Pädagoge und Lehrer, zugleich ein Mann von literarischem Spürsinn, versucht mit seinem Werk Poetisches Magazin (6 Bde, 1791–1794), den Schülern die neuere deutsche Literatur zu vermitteln und steht damit in seiner Generation nicht allein. Doch bei den Gegnern des Ordens hat dieses Bemühen nur Kritik und Spott ausgelöst; sie hätten bei den Jesuiten lieber ‚Rückständigkeit‘ gebrandmarkt.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bayrer, Leonhard |
| ALTERNATIVNAMEN | Bayrer, Leonard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jesuit, Moraltheologe und geistlicher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 22. Juni 1749 |
| GEBURTSORT | Augsburg |
| STERBEDATUM | 26. April 1802 |
| STERBEORT | Augsburg |