Beat Stutzer

Beat Stutzer (* 28. September 1950 in Altdorf, Kanton Uri) ist ein Schweizer Kunsthistoriker.

Leben

Stutzer studierte von 1971 bis 1980 an der Universität Basel Kunstgeschichte mit den Nebenfächern Allgemeine Geschichte und Ethnologie. Er schloss sein Lizenziat 1977 ab. Von 1977 bis 1982 war er Assistent am Lehrstuhl für Moderne Kunst der Universität Basel. 1980 promovierte er mit einer Dissertation über Albert Müller (1897–1926) und die Basler Künstlergruppe Rot-Blau.

Von 1982 bis 2011 leitete Stutzer als Direktor das Bündner Kunstmuseum in Chur und kuratierte zahlreiche Ausstellungen zur internationalen und zur Schweizer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts und publizierte dazu zahlreiche Katalog- und Buchpublikationen, zum Beispiel: La Mamma a Stampa. Annetta – gesehen von Giovanni und Alberto Giacometti, 1991, Emil Schumacher: Blätter aus dem Engadin, 1993, Hermann Scherer, 1893–1927. Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphik, 1999, Augusto Giacometti – im Dialog mit Alice Bailly, Ferdinand Hodler, Johannes Itten, Paul Klee, Otto Meyer-Amden, Louis Moilliet und Sophie Taeuber-Arp, 2003, Giovanni Segantini: Zeichnungen, 2004, Bildteppiche von Ernst Ludwig Kirchner und Lise Gujer: Unbekannte Entwürfe und Vorlagen, 2009, Corsin Fontana. Retrospektive, 2009, Die heroischen Jahre: Lenz Klotz und Matias Spescha, 2011. Von 1998 bis 2016 war Stutzer zugleich Konservator des Segantini Museums in St. Moritz, wo er mehrere Ausstellungen organisierte und Kataloge publizierte, etwa Giovanni Segantini. Ave Maria – Idyll, Andacht und Sinnbild, (2004) oder Segantinis Magd: Muse und Modell (2008).

Stutzer war Teilnehmer in zahlreichen Jurys und seit 1988 Mitglied in verschiedenen Kommissionen und Stiftungen, unter anderem in der Kunstkommission des Vögele Kultur Zentrum, Pfäffikon (1988–2003) und in der Ankaufskommission des Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz (1989–97). Von der Kulturstiftung Landis & Gyr erhielt er ein Werksemester in London (2003–2004). Von 2004 bis 2008 war Stutzer Präsident der Eidgenössischen Kommission der Gottfried Keller-Stiftung. Ende September 2011 trat Stutzer frühzeitig als Direktor des Bündner Kunstmuseums Chur zurück, 2016 auch als Konservator des Segantini Museums.

Seit 2011 führt Stutzer das Büro K&K, Kunst und Kommunikation und ist als Autor von Publikationen, als Experte und als Gastkurator für Institutionen und Museen tätig, u. a. für das Kunstmuseum Bern und das Museo Ciäsa Granda in Stampa. Von 2019 bis 2023 war er Mitautor am Catalogue raisonné von Augusto Giacometti.

Beat Stutzer lebt seit 2017 in Luzern. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Publikationen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Erwähnung auf Jahresbericht 2008, S. 47, des Bundesamtes für Kultur der Schweizerischen Eidgenossenschaft
  2. ↑ Beat Stutzer, Bündner Kunstmuseum Chur, 1982–2011 (= Schriften zur Bündner Kunstsammlung.. Band 4). Bündner Kunstmuseum, Chur 2011.
  3. ↑ Publikationen der Giovanni Segantini Stiftung
  4. ↑ Ausstellungen Segantini Museum
  5. ↑ Landis & Gyr Stiftung, alle Stipendiat:innen
  6. ↑ Carsten Michels: «Ich war wahnsinnig gerne in Chur tätig». Hrsg.: Südostschweiz. 25. November 2010.
  7. ↑ Südostschweiz (Hrsg.): Beat Stutzer tritt als Segantini-Konservator zurück. 27. Juli 2016.
  8. ↑ Schweizer Nationalfonds, Datenportal
Personendaten
NAME Stutzer, Beat
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Kunsthistoriker
GEBURTSDATUM 28. September 1950
GEBURTSORT Altdorf UR