Beate Meyer (* 1952) ist eine deutsche Historikerin, die sich mit dem Thema Judentum in Deutschland zur Zeit des Nationalsozialismus befasst, insbesondere der Judenverfolgung. Sie war langjährig wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ).
Beate Meyer absolvierte ein Studium der Politik-, Geschichts- und Literaturwissenschaft sowie der Pädagogik an der Universität Hamburg. Nach Studienende folgte von 1981 bis 1983 das Referendariat. Ab 1984 war sie in einer Hamburger Geschichtswerkstatt tätig. Sie führte 1989 Regie in dem kurzen Dokumentarfilm Ich war „rassisch“ halb. Von 1990 bis 1995 leitete sie das Projekt Hamburger Lebensläufe – Werkstatt der Erinnerung an der heutigen Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Ab 1995 war sie am IGdJ tätig. An der Universität Hamburg wurde sie 1998 zum Dr. phil. promoviert.
Um die Jahrtausendwende kuratierte sie das Ausstellungsprojekt „Juden in Berlin 1938–1945“ an der Stiftung Neue Synagoge – Centrum Judaicum. 2001 kehrte sie an das IGdJ zurück, wo sie mit Unterbrechungen bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im Juni 2018 als wissenschaftliche Mitarbeiterin wirkte. Sie absolvierte Studienaufenthalte am International Institute for Holocaust Research in Yad Vashem (2000/01 und 2020/21), am Center for Advanced Holocaust Studies des USHMM (2010) sowie am Zentrum für Holocaust-Studien des Instituts für Zeitgeschichte (2019). Gemeinsam mit der Historikerin Rita Bake von der Landeszentrale für politische Bildung betreute sie von 2006 bis 2018 das Projekt Stolpersteine in Hamburg. Biographische Spurensuche.
Meyers Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der deutschen Juden im Nationalsozialismus (insbesondere Hamburger und Berliner Geschichte der Juden im Zuge der Judenverfolgung und Deportationen), Oral History, Geschlechtergeschichte und Erinnerungskultur. Sie ist Autorin diverser Monografien und Fachartikel. Sie gehört dem Vorstand der Hamburger Stiftung Hilfe für NS-Verfolgte an und wurde für ihr Wirken mit der Lappenberg-Medaille der Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg (1995 und 2010) sowie dem Joseph-Carlebach-Preis der Universität Hamburg (2013) ausgezeichnet.
| Personendaten | |
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| NAME | Meyer, Beate |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Historikerin |
| GEBURTSDATUM | 1952 |