Beatrix Borchard (* 1950 in Lingen (Ems)) ist eine deutsche Musikwissenschaftlerin und Autorin. Ihre Publikationsschwerpunkte sind u. a. Leben und Arbeit von Musikerinnen und Musikern, u. a. von Robert und Clara Schumann, Pauline Viardot-Garcia, Amalie und Joseph Joachim, Adriana Hölszky, die Rolle der Musik für den jüdischen Akkulturationsprozess, Interpretationsgeschichte und Strategien der Musikvermittlung.
Beatrix Borchard, aufgewachsen in Lingen (Ems), studierte in Bonn und Berlin Musikwissenschaften, Germanistik und Geschichte und promovierte über Clara Wieck und Robert Schumann. 2000 habilitierte sie sich mit einer interpretationsgeschichtlichen Studie zu Amalie und Joseph Joachim. Sie ist Herausgeberin der Viardot-Garcia-Studien, des Onlinelexikons MUGI, und gemeinsam mit Kerstin Schüssler-Bach der Brahms-Studien.
Beatrix Borchard lehrte zehn Jahre an der Hochschule der Künste Berlin (jetzt Universität der Künste Berlin) Musikwissenschaft und arbeitete im In- und Ausland für das Goethe-Institut, vor allem in der Volksrepublik China, Portugal und Rumänien. Nach einer kurzen Zwischenstation als Professorin für Musikwissenschaften am musikwissenschaftlichen Seminar Detmold-Paderborn folgte sie 2002 einem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Hier leitet sie ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt zum Thema Orte und Wege europäischer Kulturvermittlung durch Musik.
Beatrix Borchard ist Autorin zahlreicher Rundfunkfeatures, moderiert häufig Konzerte und hat bisher zwei Filme gemacht, Dokumentationen über Clara Schumann (NDR 1996) und zum Thema Hausmusik (NDR 1997). An weiteren Musikfilmen hat sie mitgearbeitet. Eine Dokumentation über die Schwestern Maria Malibran und Pauline Viardot-Garcia ist in Planung.
| Personendaten | |
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| NAME | Borchard, Beatrix |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Musikwissenschaftlerin und Herausgeberin |
| GEBURTSDATUM | 1950 |
| GEBURTSORT | Lingen (Ems) |