Höhenburg

Die Marksburg ist ein typisches Beispiel für eine Höhenburg.
Die Burg Hochosterwitz um 1860, Josef von Scheiger
Luftbild der Wachenburg, einer Höhenburg oberhalb der Stadt Weinheim

Eine Höhenburg ist eine auf einer natürlichen Anhöhe errichtete Burg. Ihre Bezeichnung ergibt sich aus der Kategorisierung von Burganlagen anhand ihrer topografischen Lage. Nach dieser Unterteilung unterscheidet man Höhenburgen und Niederungsburgen (auch Flachlandburgen genannt).

Typen

Höhenburgen können anhand ihrer genauen Höhenlage noch weiter unterteilt werden. Man unterscheidet:

Geschichte

Als im 10./11. Jahrhundert Burgen ihren reinen Festungscharakter verloren und in verstärktem Maße adlige Wohnburgen aufkamen, wurde die Höhenburg aufgrund ihrer besseren Verteidigungsmöglichkeiten bevorzugt. Fast 66 Prozent aller heute bekannten Burgen haben eine solche Höhenlage.

Anfangs war die Errichtung einer Höhenburg nur dem dynastischen Adel vorbehalten. Ab dem 12. Jahrhundert erbauten auch vornehme Reichsministeriale repräsentative Höhenburgen, denen schließlich im 13. Jahrhundert auch der niedere Adel folgte.

Heute dienen Höhenburgen in erster Linie als Touristenattraktion, denn von dort hat man, teilweise gegen eine Eintrittsgebühr, eine gute Aussicht. Oft befindet sich dort auch eine Gastronomie oder man kann die Burganlagen innen besichtigen.

Siehe auch

Literatur

Commons: Höhenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen und Wohntürme des deutschen Mittelalters. S. 22.