Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei

Film
Titel Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei
Originaltitel The Rescuers
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1977
Länge 77 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Disney Animation
Stab
Regie
Drehbuch Larry Clemmons
Produktion Wolfgang Reitherman
Musik Artie Butler
Kamera diverse
Schnitt diverse
→ Synchronisation →
Chronologie

Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei ist ein US-amerikanischer Zeichentrickfilm des Regisseurs Wolfgang Reitherman aus dem Jahr 1977. Der Film ist der 23. abendfüllende Disney-Zeichentrick-Kinofilm. Ihm liegt eine Kinderbuchserie um Miss Bianca von Margery Sharp zugrunde, vor allem der Band Bianca und ihre Freunde (The Rescuers). Der Film wurde 1978 für einen Oscar in der Kategorie Bester Song für Someone’s Waiting for You nominiert und war deutschlandweit so erfolgreich, dass er beispielsweise im Kino Helia in Darmstadt über 52 Wochen gezeigt wurde.

Handlung

Die Geschichte handelt von der Rettungshilfsvereinigung, die von ihrer Zentrale im Keller der Vereinten Nationen in New York aus in aller Welt gute Taten vollbringt. Zwei dieser Mäuse, der schüchterne New Yorker Bernard und die elegante ungarische Botschafterin Miss Bianca (die im Original mit New Yorker bzw. mit ungarischem Akzent sprechen), machen sich daran, Penny – ein gekidnapptes Waisenmädchen – zu retten. Dieses wurde von der habgierigen Madame Medusa in die Teufelssümpfe in Louisiana entführt, um in einer alten Piratenhöhle nach einem riesigen Diamanten zu suchen.

Auf ihrer Suche erhalten Bernard und Bianca Hilfe vom Albatros Orville und den Sumpfbewohnern, die Madame Medusa ebenfalls loswerden möchten. Die beiden Mäuse finden Penny in einem alten, in den Sümpfen auf Grund gelaufenen Raddampfer, in dem sie mit Madame Medusa und ihrem Partner Snoops leben muss. Penny, die nach mehreren erfolglosen Fluchtversuchen völlig verzweifelt ist, ist glücklich, dass ihre Flaschenpost mit dem Hilferuf gefunden wurde. Noch bevor sie erneut die Flucht wagen kann, muss sie allerdings wieder in die Höhle hinabsteigen. Die erwartete Hilfe von den Sumpfbewohnern bleibt vorerst aus, da die Libelle, die die Nachricht überbringen sollte, von Fledermäusen attackiert wird.

In der Höhle finden Bernard und Bianca den Diamanten an einer Stelle, an die Penny nicht alleine herankommt. Als die Flut durch ein Loch im Boden in die Höhle steigt, riskiert Penny ihr Leben, um den beiden Mäusen zu helfen. Alle drei können im allerletzten Moment mitsamt dem Diamanten dem Tod entkommen. Medusa, die sich am Ziel ihrer Träume sieht, will nun Penny und Snoops umbringen. Bernard und Bianca können Medusa jedoch ablenken, sodass Penny mit dem Diamanten entkommen kann. Als die Sumpfbewohner von den Haus-Krokodilen Medusas, Brutus und Nero, angegriffen werden, können auch diese überlistet werden.

Als Penny und ihre Freunde mit Medusas Sumpfmobil entkommen wollen, werden sie von dieser verfolgt. Während das Schiff durch eine Explosion untergeht, gelingt es den Helden, Medusa abzuhängen und sie gegen das sinkende Schiff zu schleudern. Penny und die anderen können entkommen, während Snoops auf einem Floß davonpaddelt und Medusa von ihren Haus-Krokodilen angegriffen wird.

Am Ende sind Bernard und Bianca nicht nur beruflich, sondern auch privat ein Paar. Penny wurde von einem freundlichen Paar adoptiert.

Figuren

Besetzung

Die deutsche Synchronisation gab die Simoton Film in Berlin in Auftrag. Heinrich Riethmüller schrieb das Dialogbuch, führte die Dialogregie und übersetzte die Liedtexte ins Deutsche.

Charaktere Originalfassung Deutsche Fassung
Bianca Eva Gabor Gisela Fritsch
Bernard Bob Newhart Gerd Duwner
Bianca (Gesang) Robie Lester Wencke Myhre
Penny Michelle Stacy Andrea Pawlowski
Orville Jim Jordan Harald Juhnke
Madame Medusa Geraldine Page Beate Hasenau
Mr. Snoops Joe Flynn Peter Schiff
Luke Pat Buttram Klaus Miedel
Ellie Mae Jeanette Nolan Inge Wolffberg
Rufus John McIntire Arnold Marquis
Libellchen Jim Macdonald
Kaninchen George Lindsey Joachim Kemmer

Neuauflagen

Hintergrund

Budget und Einspielergebnisse

Das Budget betrug zur Zeit der Produktion geschätzt etwa 7,5 Millionen Dollar. Der Film spielte in den USA im Laufe der Jahre (samt Wiederaufführungen) inflationsbereinigt 173 Millionen Dollar ein.

Sonstiges

Auszeichnungen

Kritiken

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 79 %
Metacritic (Metascore) 74/100

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Freigabebescheinigung für Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK-Nummer: 49400/DVD; abgerufen am 10. August 2026).
  2. ↑ Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 23. Februar 2018.
  3. ↑ The Rescuers Einspielergebnisse laut imdb.de oder Westegg Inflationsrechner
  4. ↑ duckfilm.de
  5. ↑ Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 23. September 2023 (englisch, aggregiert aus 33 Kritiken).
  6. ↑ Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei. In: Metacritic. Abgerufen am 6. Dezember 2024 (englisch, aggregiert aus 8 Kritiken).