
Bernd Josef Ottnad (* 9. September 1924 in Karlsruhe; † 4. September 2002 in Freiburg/Br.) war ein deutscher Historiker und Archivar.
Nach seinem Schulbesuch in Marburg/Lahn und Biedenkopf nahm Bernd Josef Ottnad als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil und geriet in Kriegsgefangenschaft. So konnte er erst 1947 die Abiturprüfung ablegen und studierte anschließend an der Universität Freiburg/Br. Geschichte, Germanistik, Philosophie, Romanistik, Psychologie und Kunstgeschichte. 1952 promovierte er bei Gerd Tellenbach mit einer Dissertation über den Historiker Johann Gustav Droysen. Bis 1955 war er als wissenschaftlicher Assistent bei Gerd Tellenbach tätig, außerdem legte er 1954 das erste Staatsexamen für den höheren Schuldienst ab. Im Jahre 1955 trat er als Archivreferendar am Generallandesarchiv Karlsruhe in die Ausbildung für den höheren Archivdienst ein und absolvierte 1957 die Fachprüfung hierfür an der Archivschule Marburg. Von 1957 bis 1958 war er am Universitätsarchiv Freiburg/Br. tätig, 1958 wechselte er an das Staatsarchiv Ludwigsburg und war dort als wissenschaftlicher Archivar bis 1963 tätig. Bis 1973 folgte seine Tätigkeit am Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Im Jahre 1973 übernahm er als Staatsarchivdirektor die Leitung der Außenstelle Freiburg des Generallandesarchivs Karlsruhe (ab 1975 Staatsarchiv Freiburg). 1988 trat er in den Ruhestand.
Ottnad war Herausgeber der Reihe „Badische Biographien“ (Neue Folge, Bd. 1–4, 1982–1996) und der Reihe „Baden-Württembergische Biographien“ (Bd. 1–3, 1994–2002).
Im Jahre 1984 wurde Ottnad mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 1989 verlieh ihm die Landesregierung Baden-Württemberg den Professorentitel.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ottnad, Bernd Josef |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Archivar |
| GEBURTSDATUM | 9. September 1924 |
| GEBURTSORT | Karlsruhe |
| STERBEDATUM | 4. September 2002 |
| STERBEORT | Freiburg/Br |