Bernd Tipold

Bernd Tipold
Personalia
Geburtstag 31. Juli 1959
Position Mittelfeldspieler / Libero
Junioren
Jahre Station
BSG Motor Altendorf
FC Karl-Marx-Stadt
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
BSG Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-Stadt mind. 60(2)
0000–1982 BSG Motor Eisenach mind. 200(9)
1982–1984 BSG Wismut Gera 40 (26)
1984–1991 BSG Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-Stadt /
Chemnitzer SV 51-Heckert
mind. 1290(20)
1991–1997 FSV Zwickau 168 (28)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2003–2004 FSV Zwickau
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Bernd Tipold (* 31. Juli 1959) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und -trainer.

Sportliche Laufbahn

Bernd Tipolds Laufbahn im Fußball begann im Karl-Marx-Städter Stadtteil Altendorf bei der dortigen Betriebssportgemeinschaft Motor. Später war der talentierte Fußballer unter anderem im Nachwuchsbereich des FC Karl-Marx-Stadt aktiv.

Im Anschluss verdiente sich Tipold bei der BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt (sechs Spiele, zwei Tore in der Saison 1978/79) sowie bis Sommer 1982 bei der BSG Motor Eisenach erste Sporen im überregionalen Männerfußball der DDR. Mit den Eisenachern gewann er 1980/81 den Erfurter Bezirksmeistertitel. Mit 18 Treffern war er maßgeblich am Aufstieg der Wartburgstädter in die zweitklassige Liga beteiligt. In seinem ersten und einzigen Zweitligajahr für die Motor-Elf gelangen ihm neun Treffer in 20 Spielen.

Nach seinem Wechsel aus Eisenach spielte er von 1982 bis 1984 in dieser Spielklasse bei der BSG Wismut Gera. 1982/83 klopfte der damals sehr torgefährliche Mittelfeldakteur – 26 Tore in 40 Punktspielen in den beiden Geraer Jahren und Torschützenbester der Staffel E in besagter Saison – mit der Wismut-Elf in der Aufstiegsrunde ans Tor zum ostdeutschen Oberhaus, schaffte aber den Sprung in die Oberliga nicht.

Vor der Saison 1984/85 wechselte er zurück zur BSG Motor „Fritz Heckert“ Karl-Marx-Stadt. 1985/86 stieg die Elf um Tipold aus dem Unterhaus ab. Zweimal konnte sich das Team daraufhin die Karl-Marx-Städter Bezirksmeisterschaft sichern, aber erst in der 1988er-Ligaaufstiegsrunde gelang die Rückkehr aus der Drittklassigkeit für die Heckert-Elf. In der Ligawendesaison 1989/90 belegten die Karl-Marx-Städter beziehungsweise dann wieder Chemnitzer den 10. Rang. In der letzten eigenständigen Saison des ostdeutschen Zweitligafußballs kam der nun als Chemnitzer SV 51-Heckert antretende Verein auf einen sehr guten 4. Platz.

Als etablierter Akteur aus dem bisherigen DDR-Zweitligafußball ging die Defensivkraft 1991 nach der Zusammenführung von ost- und westdeutschem Ligensystem zum FSV Zwickau, in die drittklassige NOFV-Amateur-Oberliga. Mit dem FSV unter Gerd Schädlich erzielte „Tipser“ seinen größten sportlichen Erfolg, den 1994 errungenen Aufstieg in die 2. Bundesliga. 1997 beendete er beim FSV seine Spielerlaufbahn.

Während seiner Zeit beim FSV bestritt er 179 Punktspiele und erzielte 35 Tore. Darunter sind 76 Spiele in der 2. Bundesliga (zehn Treffer) und 92 Partien (18 Tore) in der Amateur-Oberliga sowie weitere zehn Begegnungen (sieben Tore) in den Aufstiegsrunden 1992 und dann siegreich 1994. In einem dieser Spiele im Juni 1992 gelangen ihm beim 8:2-Sieg gegen den 1. FC Union fünf Treffer.

Trainerlaufbahn und weiterer Werdegang

Während der Saison 2002/03, präziser im November 2002, löste Tipold in Zwickau den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen FSV-Co-Trainer Klaus Georgi ab. Zur Saison 2003/04 wurde Tipold Trainer des FSV Zwickau, doch nach einer Niederlagenserie musste er bereits im März 2004 seinen Posten räumen. Sein Nachfolger wurde Peter Brändel. Tipold betreibt heute eine Fußballschule in Hohenstein-Ernstthal.

Trivia

Sein 40-Meter-Freistoßtor gegen den 1. FC Saarbrücken im Oktober 1994 wurde in der ARD-Sportschau zum Tor des Monats gewählt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Aufstiegsheld feiert seinen Sechzigsten. In: Freie Presse. 31. Juli 2019, abgerufen am 28. August 2019.
  2. ↑ Wolfgang Konetzke: SZ-Online: Martin: ,Dürfen uns nicht noch ’ne Watze reinhauen lassen!’ In: Sächsische Zeitung. sz-online.de, 27. Oktober 2003, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. Juni 2016; abgerufen am 31. Mai 2016.
  3. ↑ Zwickauer Rekordspieler - FSV Zwickau e.V. In: fsv-zwickau.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 31. Mai 2016; abgerufen am 31. Mai 2016.
  4. ↑ Fussballschule Bernd Tipold. In: fussballschule-tipold.de. Abgerufen am 31. Mai 2016.
  5. ↑ Zwickautopia: WM-Sensation und Zweitliga-Aufstieg: Die Zwickauer Sommermärchen 1974 und 1994. In: zwickautopia.blogspot.de. Archiviert vom Original am 31. Mai 2016; abgerufen am 31. Mai 2016.
Personendaten
NAME Tipold, Bernd
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fußballspieler
GEBURTSDATUM 31. Juli 1959