Bernhard Bang

Bernhard Laurits Frederik Bang

Bernhard Laurits Frederik Bang (* 7. Juni 1848 in Sorø auf Seeland; † 22. Juni 1932 in Kopenhagen-Frederiksberg) war ein dänischer Mediziner, Tierarzt und Bakteriologe.

Leben

Bernhard Bang war der Sohn des Lehrers und Leiters der Sorø Akademis lærde skole und späteren Titularprofessors Jacob Henrik Bang (1809–1899) und der Laura Louise Marie Josephine Moth (1814–1891).

Bang studierte in Kopenhagen bis 1872 Medizin und bis 1873 Tiermedizin. Er absolvierte die Königliche Veterinär- und Landwirtschaftsuniversität, wurde 1880 promoviert. Er unternahm Studienreisen zu europäischen Veterinärschulen und wurde Professor für Chirurgie an der tierärztlichen Schule in Kopenhagen. 1889 wurde er Professor für spezielle pathologische Anatomie.

Seit 1932 war er korrespondierendes Mitglied der Académie des sciences.

Wirken

Bang beschäftigte sich bereits in den 1890er Jahren vor allem mit Infektionskrankheiten, insbesondere mit Maßnahmen zur Bekämpfung von Rindertuberkulose und Brucellose. Nach ihm als Entdecker ist die Brucellose auch als Bangsche Krankheit benannt worden. Im Jahr 1897 hatte Bang den „Bacillus abortus“ als Ursache des seuchenhaften Verwerfens der Rinder entdeckt. Bangs Arbeiten zur Rindertuberkulose ermöglichten effektive Techniken der Krankheitsbekämpfung, indem man die erkrankten Tiere isolierte.

Literatur

Commons: Bernhard Bang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ole Daniel Enersen: Bernhard Bang (Memento vom 16. Dezember 2024 im Internet Archive) bei whonamedit.com
  2. ↑ Bernhard Laurits Frederik Bang. genealogy.net
  3. ↑ Laura Louise Marie Josephine Moth. fynhistorie.dk
  4. ↑ Barbara I. Tshisuaka: Bang, Bernhard Laurits Frederik. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 137.
  5. ↑ Verzeichnis der Mitglieder seit 1666: Buchstabe B. Académie des sciences, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2019; abgerufen am 16. September 2019 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ B. Bang: Die Aetiologie des seuchenhaften („infectiösen“) Verwerfens. In: Deutsche Zeitschrift für Thiermedizin. Band 1, 1897, S. 241–278.
  7. ↑ Paul Diepgen, Heinz Goerke: Aschoff/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin. 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 48.
  8. ↑ Christoph Gradmann: Bernhard Laurits Frederik Bang. In: Wolfgang U. Eckart, Christoph Gradmann (Hrsg.): Ärztelexikon. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. C. H. Beck, München 1995, S. 38; 2. Auflage unter dem Titel Ärztelexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart ebenda 2001, S. 25–26; 3. Auflage Springer Verlag, Heidelberg / Berlin / New York 2006, S. 26. Ärztelexikon 2006, doi:10.1007/978-3-540-29585-3.
  9. ↑ Christoph Gradmann: Bernhard Laurits Frederik Bang. In: Wolfgang U. Eckart, Christoph Gradmann: Ärztelexikon. Von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. 1. Auflage. C. H. Beck, München 1995, S. 38b.
Personendaten
NAME Bang, Bernhard
ALTERNATIVNAMEN Bang, Bernhard Laurits Frederik
KURZBESCHREIBUNG dänischer Arzt und Tierarzt
GEBURTSDATUM 7. Juni 1848
GEBURTSORT Sorø
STERBEDATUM 22. Juni 1932
STERBEORT Kopenhagen