Bernhard Benning

Bernhard Karl Benning (* 17. September 1902 in München; † 19. Dezember 1974) war ein deutscher Volkswirt.

Werdegang

Benning wurde als Sohn des Polizeibeamten Karl Benning geboren. Er besuchte 1912 bis 1921 das Maximiliansgymnasium in München und absolvierte nach dem Abitur, unter anderem mit Wolfgang Weber, eine Lehre bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank. Im Anschluss studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Nationalökonomie und Staatswissenschaften. Er schloss mit Diplom ab und promovierte 1928 bei Adolf Weber. Von 1928 bis 1933 war er wissenschaftlicher Referent im Statistischen Reichsamt und danach bis April 1945 Direktor der volkswirtschaftlichen Abteilung und gleichzeitig stellvertretender Leiter der Reichs-Kredit-Gesellschaft AG. 1942 verfasste er eine Grundsatzschrift zum Thema Aufbringung der Kriegskosten, Kapitalfreisetzung und Geldüberfluss, um die Finanzwirtschaft des Deutschen Reichs zu stabilisieren, das zu der Zeit halb Europa besetzt hielt und die besetzten Volkswirtschaften für Kriegszwecke ausplünderte.

Von Mai 1945 bis Februar 1950 wurde er ohne Anklage und Verfahren vom NKWD in den sowjetischen Speziallagern Frankfurt/O., Jamlitz, Mühlberg/E. und Buchenwald inhaftiert. Nach seiner Entlassung wurde er im März 1950 Direktoriumsmitglied der Bank deutscher Länder und ab 1957 Mitglied des Direktoriums der Deutschen Bundesbank. 1972 trat er in den Ruhestand.

Ehrungen

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Jahresbericht des Maximiliansgymnasiums in München für das Schuljahr 1920/21
  2. ↑ Christian Gerlach, Götz Aly: Das letzte Kapitel. Realpolitik, Ideologie und der Mord an den ungarischen Juden. DVA, Stuttgart 2002, ISBN 3-421-05505-X, S. 211ff.
  3. ↑ Bundesminister der Justiz (Hrsg.): Bundesanzeiger, Jahrgang 20, Nr. 12, 18. Januar 1968, S. 1.