
Bernhard Christ (* 9. Dezember 1942 in Basel) ist ein Schweizer Rechtsanwalt, Notar, Politiker und Übersetzer. Er war unter anderem Präsident des Grossen Rates des Kantons Basel-Stadt.
Bernhard Christ besuchte das Gymnasium am Münsterplatz und studierte und promovierte an der Universität Basel. Er war u. a. der Anwalt der Firestone Schweiz AG im damals Aufsehen erregenden Prozess um die Betriebsschliessung der Pneufabrik in Pratteln am 22. März 1978, bei dem es um Entschädigungszahlungen für die 600 entlassenen Arbeiter ging. Später war er als Senior Partner der Anwaltskanzlei Vischer in Basel tätig. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt übte Bernhard Christ das Amt des Notars aus.
Als Politiker war Christ vom 6. November 1979 bis 30. April 1988 und vom 11. Mai 1992 bis 31. Januar 2003 Mitglied des Grossen Rats des Kantons Basel-Stadt. Am 10. Mai 1984 wurde er zum Grossratspräsidenten gewählt. Ausserdem war er von 1999 bis 2005 Mitglied des Verfassungsrats des Kantons, 2001 Verfassungsratspräsident, Mitglied im kantonalen Erziehungsrat und in der Leitung der Reformierten Kirche sowie in gemeinnützigen Stiftungen.
Bernhard Christs Übertragung der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri erschien 2021 zum 700. Todestag des Dichters im Schwabe Verlag und ist auf der Liste der Deutschen Dante-Gesellschaft als 53. Gesamtübersetzung aufgeführt. Christ übertrug den Text in Prosa. In der Rezension von Ulrich Klappstein über Bernhard Christs Übertragung wird die Kontroverse der Übersetzung in Verse oder Prosa diskutiert.

Bernhard Christ ist seit 1975 mit Marie-Isabelle de Pury verheiratet und hat drei erwachsene Kinder und sechs Enkel.
| Personendaten | |
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| NAME | Christ, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Anwalt, Notar und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 9. Dezember 1942 |
| GEBURTSORT | Basel |