Bernhard Felsenthal

Bernhard Felsenthal
Grab von Bernhard Felsenthal in Chicago

Bernhard Felsenthal (geboren 2. Januar 1822 in Münchweiler an der Alsenz; gestorben 12. Januar 1908 in Chicago) war ein US-amerikanischer Rabbiner deutscher Herkunft.

Leben

Bernhard Felsenthal besuchte die Kreisgewerbeschule in Kaiserslautern und danach die polytechnische Hochschule in München. 1854 emigrierte er in die Vereinigten Staaten und studierte drei Jahre an rabbinischen Schulen. Er hielt sich in Indiana auf und ab 1858 in Chicago. 1861 wurde er erster Rabbi der Chicago Sinai Congregation. Felsenthal lehrte, dass das Judentum sowohl eine Religion, als auch eine Nationalkultur sei. Er war Mitbegründer und Sekretär des Jüdischen Reformvereins in Chicago, Gründer der Jewish Publications Society of America und der American Jewish Historical Society. Beim 4. Zionistenkongress 1900 war er Mitglied des Aktionskomitees für Nordamerika.

Er schrieb u. a. eine Kritik des christlichen Missionswesens, insbesondere der Judenmission (1869).

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Leonard C. Schlup, James G. Ryan: Historical dictionary of the Gilded Age, M.E. Sharpe, 2003, ISBN 978-0-76560331-9, S. 158 (bei Google-Books einsehbar)
Personendaten
NAME Felsenthal, Bernhard
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Rabbiner deutscher Herkunft
GEBURTSDATUM 2. Januar 1822
GEBURTSORT Münchweiler an der Alsenz
STERBEDATUM 12. Januar 1908
STERBEORT Chicago