Bernhard Fink (* 4. Juli 1973 in Mödling) ist ein österreichischer Humanbiologe.
Fink studierte von 1991 bis 2001 u. a. Biologie an der Universität Wien, 2003 promovierte er mit dem Thema Second to Fourth Digit Ratio in Relation to Face and Body Shape. 2001 gründete er die Firma Biosocial Science Information in Biedermannsdorf. Von 2002 bis 2005 war er als Postdoc an der Universität Wien tätig, von 2005 bis 2007 an der Universität Göttingen, ebenfalls als Postdoc. Von 2008 bis 2013 leitete er dort eine Emmy Noether-Forschungsgruppe. Ab 2013 war er für drei Jahre Stipendiat im Heisenberg-Programm, von Mai 2018 bis Februar 2019 Fellow des Hanse-Wissenschaftskollegs in dem Projekt The Evolution and Function of Human Dance in Delmenhorst.
Fink ist Autor von zahlreichen Fachartikeln, die sich mit dem Erscheinungsbild und Verhalten des Menschen befassen. Der Zitationsindex der Publikationen (h-Index), an denen er beteiligt war, beträgt nach ISI 36. Fink veröffentlichte u. a. über physische Attraktivität von Männern und Frauen und Partnerwahl, unter anderem auch über die Signale von Körperbewegungen (z. B. Tanzen und Gehen). Zu seinen vielfältigen Forschungsfeldern gehört insbesondere auch die optische Wahrnehmung der menschlichen Haut und Gesichtsymmetrie. Dazu gehören auch Forschungen zu diesbezüglichen Populationsunterschieden. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Forschungen zum Verhältnis von Fingerlänge und Merkmalen der „Maskulinität“, die methodisch und inhaltlich umstritten sind. Populärwissenschaftlich Darstellungen seiner Forschungsergebnisse vertrat er jahrelang als Gast in einigen Fernseh- und Radiosendungen.
Im November 2014 publizierte Fink unter anderem mit Robert Trivers eine Studie über Jamaikas Sprintelite, in der ein symmetrischer Körperbau für einen sportlichen Erfolg sorge. Diese Studie wurde im Frühjahr 2026 in den Epstein-Akten thematisiert.
| Personendaten | |
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| NAME | Fink, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Humanbiologe |
| GEBURTSDATUM | 4. Juli 1973 |
| GEBURTSORT | Mödling |