Bernhard Klingenstein wirkte als Schulmeister an der Frauenkirche in München. Ab 1575 wirkte er als Domvikar und Kapellmeister am Augsburger Dom. Zusätzlich wirkte er als Kapellmeister an der Jesuitenkirche St. Salvator. Um 1579/1580 war er noch Schüler des Johannes de Cleve, der damals in Augsburg weilte.
Er gab das Sammelwerk von Marienliedern Rosetum Marianum (Dillingen 1604) mit deutschsprachigen Texten heraus. Er veröffentlichte 1607 in München das Liber Primus S. Symphoniarum. Das Werk enthält 34 Motetten zu 1 bis 8 Stimmen mit Texten in lateinischer Sprache begleitet von einem Generalbass.
Alfons Singer: Leben und Werke des Augsburger Domkapellmeisters Bernhard Klingenstein 1545–1614. Dissertation München 1921 (maschinenschriftlich).
Helmuth Osthoff: Die Niederländer und das deutsche Lied (1400–1640). Junker und Dünnhaupt, Berlin 1938, Faksimilenachdruck mit Nachwort, Korrekturen und Ergänzungen durch den Verfasser, H. Schneider, Tutzing 1967.
Einzelnachweise
↑Die genaueren Lebensdaten einschließlich der Nachweisumstände sind dem Eintrag „Bernhard Klingenstein“ von Carl Dahlhaus im Riemann Musiklexikon 1972 entnommen.
123Abschnitt nach: Wilibald Gurlitt: Bernhard Klingenstein. In: Riemann Musiklexikon.
↑Abschnitt nach: Carl Dahlhaus: Bernhard Klingenstein. In: Riemann Musiklexikon.
12Abschnitt nach: Barbara Boisits: Bernhard Klingenstein. In: OeMl.