Bernhard Pálsson

Bernhard Ørn Pálsson (geboren am 22. Februar 1957 in Reykjavík) ist der Galletti-Professor für Bioingenieurwesen und außerplanmäßiger Professor für Medizin an der Universität Kaliforniens, San Diego.

Leben

Palsson erwarb 1984 seinen Doktortitel an der Universität Wisconsin–Madison unter Edwin N. Lightfoots Leitung. Nach seinem Abschluss trat Palsson in die Fakultät für Chemieingenieurwesen der Universität Michigans ein, wo er bis 1995 als Professor tätig war. Im Jahr 1995, wechselte er an den Fachbereich Bioingenieurwesen der Universität Kaliforniens, San Diego, und wurde 2004 auf den Galetti-Lehrsthul für Bioingenieurwesen berufen. Im Jahr 2005 wurde er Fakultätsmitglied der Keiō-Universität.

Palsson ist Autor oder Mitverfasser von über 300 durch Fachgutachten geprüfte wissenschaftlichen Artiklen und Inhaber von mehr als 35 Patenten. Seine Forschungsinteressen umfassen die Computer-Modellierung von Stoffwechselnetzwerken, Systembiologie, Gewebetechnik und Zellkulturen, die Entwicklung von Analyseverfahren für genommaßstäbliche Modelle und deren experimenteller Überprüfung in Escherichia coli, Saccharomyces cerevisiae und weiteren wichtigen Organismen.

Als Mitglied wissenschaftlicher Beiräte arbeitet Palsson an der Redaktion mehrerer Fachzeitschriften mit, darunter Annals of Biomedical Engineering, Biotechnology and Bioengineering, Metabolic Engineering und Molecular Systems Biology. Für seine wissenschaftlichen Leistungen, technologischen Fortschritte und unternehmerischen Aktivitäten im Bereich der Stoffwechseltechnik wurde er 2006 zum Mitglied der us-amerikanischen Nationalakademie für Ingenieurwesen gewählt. Außerdem erhob ihn 2011 die Amerikanische Gesellschaft zur Förderung der Naturwissenschaften in den Rang eines Partnermitglieds (engl. Fellow).

Schriften (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Bernhard Palsson: Mathematical Modelling of Dynamics and Control in Metabolic Networks. University of Wisconsin--Madison, 1984 (Im Lebenslauf).
  2. 1 2 3 Bernhard Palsson at USCD. In: Principal Investigator. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 20. Juli 2011.
  3. ↑ B. O. Palsson, E. N. Lightfoot: Mathematical modelling of dynamics and control in metabolic networks. I. On Michaelis-Menten kinetics. Band 111, Nr. 2, 1984, S. 273–302, doi:10.1016/S0022-5193(84)80211-8, PMID 6513572, bibcode:1984JThBi.111..273P.
  4. ↑ Bernhard Palsson in Google Scholar.
  5. ↑ M. W. Covert, E. M. Knight, J. L. Reed, M. J. Herrgard, B. O. Palsson: Integrating high-throughput and computational data elucidates bacterial networks. In: Nature. Band 429, Nr. 6987, 2004, S. 92–96, doi:10.1038/nature02456, PMID 15129285, bibcode:2004Natur.429...92C.
  6. ↑ J. Förster, I. Famili, P. Fu, B. Ø. Palsson, J. Nielsen: Genome-Scale Reconstruction of the Saccharomyces cerevisiae Metabolic Network. In: Genome Research. Band 13, Nr. 2, 2003, S. 244–253, doi:10.1101/gr.234503, PMID 12566402, PMC 420374 (freier Volltext).
Personendaten
NAME Palsson, Bernhard
ALTERNATIVNAMEN Pálsson, Bernhard Ørn (vollständiger Name); Pálsson, B. Ø.
KURZBESCHREIBUNG isländischer Hochschullehrer für Bioingenieurwesen und Medizin
GEBURTSDATUM 22. Februar 1957
GEBURTSORT Reykjavík