Bernhard Scheinpflug (* 5. Januar 1811 in Bruch, Nordböhmen; † 2. März 1882 in Prag) war ein deutscher Pädagoge und Historiker.
Nach einem Studium der Rechtswissenschaften an der Karls-Universität Prag und Studien bei dem Sprachwissenschafter Josef Jungmann und dem Pädagogen Johann Jungmann (1799–1872) unterrichtete Bernhard Scheinflug im Jahre 1836 Italienisch am Collegium Bernardinum in Prag und war Erzieher und Privatlehrer. Im Jahre 1847 erhielt er einen Lehrauftrag für Italienisch und Französisch am Prager Konservatorium und war nach dem Jahr 1851 Professor an der k.k. staatlichen Realschule in Prag.
Scheinflug schrieb Lehrbücher, die in Österreich-Ungarn mit Einsetzen der allgemeinen Schulpflicht zur Pflichtlektüre wurden. Er veröffentlichte Forschungsübersichten zur Geschichte der Länder Österreich und Böhmen, dem, seiner Geburtsstadt Bruch benachbarten Kloster Ossegg, der Stadt Bilin mit der Burg Hrobschitz und dem Adelsgeschlecht Hrobschitz, dem Kloster Plasy (Plaß) und der Burg Kraschau (Krassow, Hrad Krasov) bei Plaß in Westböhmen, im Jahre 1597 von Hieronymus Hrobschitzky von Hrobschitz († 1603) gekauft.
Bernhard Scheinpflug war Mitglied des Vereins für die Geschichte der Deutschen in Böhmen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scheinpflug, Bernhard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Pädagoge und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 5. Januar 1811 |
| GEBURTSORT | Bruch, bei Brüx in Nordböhmen |
| STERBEDATUM | 2. März 1882 |
| STERBEORT | Prag |