Bernhard Stauffer

Bernhard Stauffer (* 22. August 1938 in Bern; † 26. Oktober 2017) war ein Schweizer Geophysiker. Er war Professor am Physikalischen Institut der Universität Bern in der Abteilung Klima- und Umweltphysik.

Leben

Stauffer studierte Physik an der ETH Zürich und ging dann in die Arbeitsgruppe von Hans Oeschger an der Universität Bern, wo er 1966 promoviert wurde.

Dort entwickelte er mit Kollegen Verfahren, den Kohlendioxid-Gehalt von Luftblasen in Eiskernen zu bestimmen, was eine wesentliche Methode zur Rekonstruktion des prähistorischen Klimas aus Eiskernen wurde. In Zusammenarbeit mit Kollegen aus Grenoble entwickelte er auch ein Verfahren, den Methangehalt aus Luftblasen in Eiskernen zu bestimmen. Er leitete auch selbst Eiskern-Projekte in Grönland und der Antarktis, zum Beispiel war er am Greenland Ice Sheet Project beteiligt und in der Saison 2002/2003 Chefwissenschaftler von Epica (European Project for Ice Coring in Antarctica).

2001 erhielt er die Weyprecht-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Polarforschung und 2006 die Hans Oeschger Medal der European Geosciences Union. In der Antarktis ist das Stauffer Bluff nach ihm benannt.

Schriften

Einzelnachweise

  1. ↑ Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. 19. Ausgabe (2003). Bd. 3, S. 3264.
  2. ↑ Traueranzeige. In: Berner Zeitung. 1. November 2017, abgerufen am 9. Juni 2026.
  3. ↑ Hans Oeschger Medal 2006
Personendaten
NAME Stauffer, Bernhard
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Geophysiker
GEBURTSDATUM 22. August 1938
GEBURTSORT Bern
STERBEDATUM 26. Oktober 2017