
Bernward Thole (* 2. November 1936 in Fulda; † 18. Dezember 2023 in Marburg) war ein deutscher Medienwissenschaftler, Spielekritiker sowie Gründer und Leiter des Deutschen Spiele-Archivs. Thole stand als Gründungsvorsitzender von 1978 bis 1994 an der Spitze des Vereins Spiel des Jahres.
Nach dem Abitur am Fuldaer Dom-Gymnasium 1958 studierte Thole an den Universitäten Marburg und Bonn die Fächer Deutsch und Latein. Ab 1965 arbeitete er als Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Neuere deutsche Literatur. 1972 wurde er mit einer Dissertation über Die Gesänge in den Stücken Bertolt Brechts promoviert. Als Akademischer Oberrat mit Arbeitsschwerpunkt Medienwissenschaft beendete Thole 2001 seine Tätigkeit an der Universität.
Ab 1973 arbeitete er auch als freier Journalist, hauptsächlich in der seinerzeit neuen Sparte der Spielekritik (Die Zeit, Frankfurter Rundschau u. a.). 1978 war Thole Gründungsmitglied der Jury zum Spiel des Jahres und deren Sprecher. Von 1978 bis 1994 war er 1. Vorsitzender und bis 2000 stellvertretender Vorsitzender des Vereins. 2004 schied er aus der Juryarbeit aus und wurde Ehrenmitglied. Die Geschäftsstelle der Jury leitete er noch bis 2007.
1983 gründete Thole an seinem Wohnsitz Marburg das Deutsche Spielearchiv, das sich mit über 30.000 Gesellschaftsspielen, einer Fachbibliothek, zahlreichen Zettelarchiven und einem großen Fundus an Spiel-Accessoires zu einer beachteten Einrichtung entwickelte und 2010 als städtische Einrichtung von der Stadt Nürnberg übernommen wurde. Unter dem Vereinsnamen „Die Spielebrücke e. V.“ setzte Thole seine Arbeit in Marburg mit den Schwerpunkten Spieleberatung, Spielekritik und Spiel-Pädagogik fort. Thole war verheiratet und hatte drei Kinder.
| Personendaten | |
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| NAME | Thole, Bernward |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Spielerezensent, Autor, Gründer des Marburger Spielearchivs |
| GEBURTSDATUM | 2. November 1936 |
| GEBURTSORT | Fulda |
| STERBEDATUM | 18. Dezember 2023 |
| STERBEORT | Marburg |