
Bert Schierbeek (eigentlich Lambertus Roelof Schierbeek, geboren 28. Juni 1918 in Glanerbrug, Overijssel; gestorben 9. Juni 1996 in Amsterdam) war ein niederländischer Schriftsteller.
Schierbeek wurde in dem Dorf Glanerbrug bei Enschede an der deutsch-niederländischen Grenze geboren. Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs er zunächst bei seinen Großeltern in Beerta, einem Dorf bei Groningen auf und zog mit elf Jahren nach Boekelo zu seinem wiederverheirateten Vater, der dort Lehrer war. 1940 zog Schierbeek nach Amsterdam, studierte Pädagogik und begegnete Jan Elburg, Gerard den Brabander und Gerrit Kouwenaar. Er ging in den Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1945 debütierte er mit Terreur tegen terreur, verlegt bei De Bezige Bij. 1946 wurde er Mitglied der Künstlergruppe CoBrA und Redakteur der Zeitschrift Het Woord. Er wandte sich gegen den traditionellen Sprachgebrauch und versuchte, bestehende Muster aufzubrechen. Proezie nannte er seine eigenwillige Mischung aus Poesie und Prosa.
Schierbeek gehörte zu De Vijftigers. Ende der 1940er Jahre war diese lose literarische Bewegung aus experimentellen belgischen und niederländischen Autoren entstanden. Mitglieder sind Remco Campert, Hans Andreus, Lucebert, Simon Vinkenoog, Armando, Hugo Claus, Jan Hanlo, Gerrit Kouwenaar und andere.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schierbeek, Bert |
| ALTERNATIVNAMEN | Schierbeek, Lambertus Roelof (vollständiger Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | niederländischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 28. Juni 1918 |
| GEBURTSORT | Glanerbrug bei Enschede, Overijssel |
| STERBEDATUM | 9. Juni 1996 |
| STERBEORT | Amsterdam |