
Bert Strebe (* 1958 in Hunteburg im Landkreis Osnabrück) ist ein deutscher Schriftsteller, Lyriker, Journalist und Fotograf. Er lebt und arbeitet in Hannover.
Nach dem Abitur machte Strebe eine Ausbildung bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, wurde Redakteur bei terre des hommes, Osnabrück, und später bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ), wo er in der Niedersachsen- und der Lokalredaktion und später im Kulturressort arbeitete. Seit 2008 arbeitete er freiberuflich als Schriftsteller und Journalist, und von 2017 bis Anfang 2024 wieder als Reporter für die HAZ, zudem freiberuflich als Autor. Anfang 2024 ging er als Journalist in den Ruhestand, seitdem arbeitet er als Autor und Fotograf.
Strebes Werk, auch seine Prosaarbeiten und sogar manche seiner Reportagen, ist vor allem geprägt von einer lyrischen und metaphernreichen Sprache.
Eines seiner Gedichte wurde bereits in eine Textsammlung für den Schulbedarf aufgenommen, und auch in einer Geschichte der Lyrik seit 1945 wird Strebe als beachtenswerter Lyriker erwähnt.
Sein erster Roman, Gethsemane, erzählt die Geschichte einer Gruppe von sieben Jugendlichen, die sich auf einem Grundstück treffen, das sie „Gethsemane“ nennen. Einige von ihnen sterben, einige sehen sich nach vielen Jahren wieder. Mit autobiografischen Anklängen durchsetzt (u. a. spielen Nicaragua und der Status als Journalist eine entscheidende Rolle) steht ein Mann im Mittelpunkt, der sich mit einer zerbröckelnden Ehe und einer drogensüchtigen, verschwundenen Tochter konfrontiert sieht. Der Roman ist ein mehrfach gebrochenes Sittenbild sowohl der siebziger Jahre als auch der Jetztzeit. Der Kritiker der HAZ lobt das Porträt des Paares als „großartig“ und attestiert Strebe insgesamt „große sprachliche Könnerschaft“.
Ein Jahr nach Gethsemane erschien Strebes Gedichtband Rauhtier. Die Lyrikerin Caroline Hartge schrieb dazu in einer Rezension, Strebe lege "hiermit den beachtenswerten Nachweis vor, dass es mitunter eine existenzielle (auch: literarische) Kargheit sein kann, die die größte Kunst hervorzubringen imstande ist".
2012 realisierte Bert Strebe zusammen mit dem Künstler Pablo Hirndorf das Projekt Das Haus der Sonne. Die Idee war, seine Texte mit anderen Kunstformen zu kombinieren und daraus etwas Neues entstehen zu lassen. Pablo Hirndorf entwarf, inspiriert durch Strebes Gedichte, ein Haus als begehbare Skulptur, ein Raum für Bilder und Wörter.
Im Jahr 2023 startete Strebe die Herausgabe der Lyrikedition Hannover im Wehrhahn Verlag mit zehn Bänden, die ersten drei Bände (Autoren: Caroline Hartge, Hans Georg Bulla und Sabine Göttel) erschienen im Dezember 2023. Im September 2025 beendete Strebe seine Herausgeberschaft mit dem Erscheinen der letzten vier Bände der Edition von Thomas Bothor, Nikola Huppertz, Alexander Rudolfi und Eva Taylor.
| Personendaten | |
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| NAME | Strebe, Bert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller, Lyriker und Journalist |
| GEBURTSDATUM | 1958 |
| GEBURTSORT | Hunteburg |