Bertha Schilling (* 23. Dezember 1870 in Arnsberg; † 29. Juli 1953 in Fischerhude) war eine deutsche Landschaftsmalerin. Sie gehörte zu den frühen Künstlerinnen, die sich in Fischerhude an der Wümme niederließen.
Bertha Schilling wurde in Arnsberg im Sauerland als Tochter eines Fabrikanten aus Siegen geboren. Sie besuchte eine Höhere-Töchter-Schule und wurde von ihrer Familie bei ihrem künstlerischen Studium finanziell unterstützt. Zu ihren Lehrern gehörten Hans Baluschek, Käthe Kollwitz, Karl Wendel und George Mosson in Berlin. 1911 zog Bertha Schilling als erste Malerin nach Fischerhude an der Wümme und verbrachte dort mehr als die Hälfte ihres Lebens. Zusammen mit Johann Heinrich Bethke (1885–1915), Fritz Cobet (1885–1963), August Haake (1889–1915), Rudolf Franz Hartogh (1889–1960), Wilhelm Heinrich Rohmeyer (1882–1936) und Helmuth Westhoff (1891–1977) gehörte sie zu den Jungen Wilden von 1911 in Fischerhude. Vom Erbe ihres Vaters ließ sie sich 1915 im Zentrum von Fischerhude ein Haus von dem Architekten Karl Schwally (1887–1956) erbauen und lebte dort unverheiratet bis zu ihrem Tod im Jahr 1953.
Bertha Schilling malte häufig direkt in der Natur. Zu ihren bevorzugten Motiven zählten die Wümmewiesen sowie die Gehöfte und dörflichen Gärten rund um Fischerhude. Daneben entstanden auch zahlreiche Blumenstücke und ebenso Landschaftsbilder auf ihren Reisen. Ihre Landschaftsdarstellungen sind überwiegend menschenleer, ein wiederkehrendes Thema sind Wasserspiegelungen. Sie malte mit einer breiten Palette in unterschiedlichen und leuchtenden Farbtönen. Neben Ölgemälden fertigte sie auch zahlreiche Aquarelle und Druckgrafiken an.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schilling, Bertha |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Landschaftsmalerin |
| GEBURTSDATUM | 23. Dezember 1870 |
| GEBURTSORT | Arnsberg |
| STERBEDATUM | 29. Juli 1953 |
| STERBEORT | Fischerhude |