Bertold Picard (* 23. April 1933 in Großauheim) ist ein deutscher Bibliothekar und Stadthistoriker.
Bertold Picard studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Universität Frankfurt/M. Nach dem Staatsexamen für den höheren Schuldienst 1959 wurde er dort 1962 zum Dr. phil. promoviert. Bereits zuvor (1960) hatte er als Bibliotheksreferendar an der Deutschen Bibliothek in Frankfurt/M. die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst begonnen. Nach der Fachprüfung hierfür 1962 am Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen in Köln war Picard von 1962 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand als wissenschaftlicher Bibliothekar an der Deutschen Bibliothek tätig. Dort wirkte er lange Zeit im Dienstrang eines Bibliotheksdirektors bis 1998 vor allem als Leiter der Erwerbungsabteilung.
Neben seiner Bibliotheksarbeit in der Deutschen Bibliothek (hier publizierte er vor allem über das deutsche Pflichtexemplarrecht) war Picard von 1965 bis 2009 als ehrenamtlicher Archivar und Museumsleiter in Eppstein tätig und veröffentlichte zahlreiche Bücher und Zeitschriftenartikel über die Ortsgeschichte dieser Region.
1981 wurde Bertold Picard mit der August-Gaul-Plakette (Kulturplakette der Stadt Hanau) ausgezeichnet. 2009 wurde ihm der Hessische Verdienstorden verliehen.
Arbeiten zur Ortsgeschichte
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Picard, Bertold |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bibliothekar und Stadthistoriker |
| GEBURTSDATUM | 23. April 1933 |
| GEBURTSORT | Großauheim |