| Beta | |
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| Art | Interspezifische Kreuzung |
| Beerenfarbe | schwarz |
| Verwendung | |
| Herkunft | Carver, MN |
| Züchter | Louis P. Suelter |
| Züchtungsjahr | 1883 |
| VIVC-Nr. | 1291 |
| Abstammung | |
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Kreuzung aus | |
| Liste von Rebsorten | |
Beta ist eine Hybridrebe mit blauschwarzen Beeren und extremer Winterhärte auf Basis der nordamerikanischen Ufer-Rebe (Vitis riparia). Sie wird für Saft, Aufstrich und als Tafelobst empfohlen.
Die sehr wüchsige Pflanze ist ertragreich und sehr widerstandsfähig gegen Mehltau. Es ist eine der frosthärtesten (bis USDA-Klimazone 3b) bekannten Rebsorten. Die großen, grünen Blätter sind leicht dreilappig. Die Blüten sind selbstfruchtbar. Die kleinen Früchte reifen sehr früh, haben blauschwarze Hautfarbe und aromatisches, aber (vor Frost) recht saures Fleisch mit der typischen Walderdbeer-Note ihres Fuchs-Reben-Erbes.
Da in Minnesota zuvor traditionelle Fuchsreben(lastige)-Cultivare gescheitert waren, kreuzte der deutsche Einwanderer Louis P. Suelter in Carver eine davon mit der extrem kältetoleranten Ufer-Rebe. 1870 bestäubte er die bekannte ‚Concord‘ mit Pollen einer seltenen weißbeerigen V.-riparia-Selektion, die sich durch eine besonders frühe Fruchtreife auszeichnet. Seine Sämlinge blühten 1881 erstmalig. Er eliminierte die Mehltau-anfälligen und vermehrte die verbleibenden vier „Suelter’s Minnesota Hybrids“: neben der ähnlich winterharten Sorte ‚Suelter‘ sowie ‚Monitor‘ und ‚Dakota‘ auch die ‚Beta‘, die er nach seiner Frau benannte. Ab 1884 verbreitete er Stecklinge dieser Sorten. Die extreme Frosthärte machte sie zu einer wichtigen Stammsorte für die Züchtung. Ab 1908 kreuzte sie M. J. Dorsey an der Universität Minnesota systematisch mit verschiedenen labruscana-Cultivaren, woraus unter anderem ‚Bluebell‘ auf den Markt gebracht wurde. Die spätere Selektion ‚Minnesota 78‘ (Kreuzung mit ‚Witt‘) spielte eine bestimmende Rolle im in den 1940ern gestarteten Zuchtprogramm von Elmer P. Swenson. Von ihr stammen unter anderem ‚Trollhaugen‘, ‚St. Pepin‘, ‚La Crosse‘, ‚Kay Gray‘, ‚Brianna‘, ‚La Crescent‘ und ‚Somerset Seedless‘ ab. In Swensons Zuchtprogramm flossen auch weitere Züchtungen des in den 1940ern von Wilcox weitergeführten Programms der Uni Minnesota ein.
Beta fand im 20. Jahrhundert in Minnesota weite Verbreitung. Bis 1930 waren rund 100 Hektar mit ihr bestockt und sie hielt sich bis heute in lokalen Privatgärten und Höfen. Auch in Finnland wurden Pflanzungen angelegt. Im nördlichen China dient sie als kältetolerante Pfropfunterlage. Es wird oft der Vergleich zur neueren ähnlichen Sorte ‚Valiant‘ gezogen, welche eine noch geringfügig bessere Winterhärte aufweist.