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Bettelflugzeit (auch Bettelflugperiode, Bettelflugphase oder Ästlingsphase genannt) bezeichnet bei Vögeln die Phase nach dem Verlassen des Nestes, in der die Jungtiere unter Aufsicht der Eltern verschiedene Fähigkeiten entwickeln und trainieren. Da die Jungvögel in dieser Entwicklungsphase noch nicht in ausreichendem Maß für ihr Futter sorgen können, werden sie von diesen mit Nahrung versorgt.
Diese Zeit ist sehr wichtig, da die Jungvögel Beutefang, Feinderkennung und Fluchtverhalten lernen.
Sind die Jungvögel noch im Nest bezeichnet man sie als „Nestlinge“, wenn sie dieses dann verlassen aber noch auf die Eltern angewiesen sind, dann heißen sie „Ästlinge“. Nicht alle Vogelarten haben eine Ästlingsphase. Der Mauersegler (Apus apus) ist nach dem Verlassen des Nestes sofort voll selbständig und unabhängig von seinen Eltern.
Bei Wanderfalken (Falco peregrinus) dauert die Bettelflugzeit zwischen 4 und 7 Wochen. In dieser Zeit wird der Beutefang trainiert, indem die Eltern Beutestücke aus großer Höhe fallen lassen. Die jungen Vögel müssen dann lernen diese zu fangen, was oft viele Versuche braucht.