
Mit Treber (teilweise auch Träber) werden in der Lebensmitteltechnik die bei der Bierherstellung- (auch bei der Whiskyherstellung) anfallenden Rückstände des Braumalzes bezeichnet. Der Biertreber ist ein Nebenprodukt, das als Futtermittel, in der menschlichen Ernährung oder industriell weiterverwendet werden kann. Aus 100 kg Malz kann man ungefähr 110 bis 130 kg Nasstreber oder eine Trockenmassegehalt von 190 bis 220 g/kg gewinnen.
Um möglichst reine, aber würzig schmeckende Getränke zu erhalten (Bier, Whisky) wird Malz geschrotet, gewässert und erhitzt, was zur Maische führt. Die Feststoffe setzen sich schwerkraftbedingt am Boden von Braukesseln ab. Die Flüssigkeit wird durch das Fließen durch das Maischegemisch filtriert. Die übrig bleibenden, festeren Stoffe werden Treber genannt wird, der weiter verwendet wird.

Biertreber enthält die Spelzen. Das sind ungelöste Anteile des Gersten- oder Weizenmalzes sowie die koagulierten, unlöslichen Proteine. Durch den hohen Proteinanteil ist Biertreber ein wichtiges Ersatzfutter bei der Aufzucht und Mast von Vieh in der Milchviehwirtschaft. Der Biertreber wird entweder frisch verfüttert oder in Futtersilos eingelagert. Durch die Zugabe von Treber wird die Milchleistung von Kühen erhöht.
In der Küche findet Treber bei der Herstellung von Panade („Treberschnitzel“) oder vegetarischen Füllungen („Trebermaultaschen“) Verwendung. Bäckereien mischen Biertreber in Brote und Lebkuchen unter. Einem Treberbrot aus Weizenteig oder Sauerteig werden die bei der Bierherstellung anfallenden Maischerückstände beigemischt. Dieses herzhaftere Brot wird im süddeutschen Raum als Panade für Fleischgerichte genutzt („Brauerschnitzel“).
Treber kann man auch in Biogasanlagen fermentieren. Aus einer Tonne frischen Materials können ca. 230 kWh elektrische Energie erzielt werden.