Bild (Mathematik)

Das Bild dieser Funktion ist
{A, B, D}

Bei einer mathematischen Funktion ist das Bild, die Bildmenge oder der Bildbereich einer Teilmenge des Definitionsbereichs die Menge der Werte aus der Zielmenge , die auf tatsächlich annimmt.

Häufig werden dafür auch die Wörter Wertemenge oder Wertebereich benutzt, die aber bei anderen Autoren zur Bezeichnung der ganzen Zielmenge verwendet werden.

Definition

Übliche Notationen

Für eine Funktion und eine Teilmenge von bezeichnet man die folgende Menge als das Bild von M unter f:

Das Bild von ist dann das Bild der Definitionsmenge unter , also:

Im Allgemeinen nutzt man die übliche Mengennotation, um die Bildmenge darzustellen, in der oberen Grafik ist das bspw.

Alternative Notationen

Beispiele

Quadratfunktion

Wir betrachten die Funktion (ganze Zahlen) mit .

Weitere bekannte Funktionen

Quadratische Matrix

Sei mit eine lineare Abbildung.

Dann ist

also die -Achse des euklidischen Raums. Der verschwundene Teil, hier die -Achse, ist dann der sogenannte Kern der Abbildung.

Eigenschaften

Es sei eine Funktion und und seien Teilmengen von :

Die Aussagen über Vereinigung und Durchschnitt lassen sich von zwei Teilmengen auf beliebige Familien von Teilmengen verallgemeinern, die Teilaussage über Gleichheit bei Injektivität nur bei nichtleeren Familien.

Bilder von Strukturen

Hat man es mit Strukturen auf Mengen und strukturerhaltenden Abbildungen zu tun, so hat man eine solche Struktur in der Regel auch auf der Bildmenge. Mit Bild oder Bildraum meint man dann oft die Bildmenge mit dieser Struktur.

Siehe auch

Wiktionary: Bild – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. 1 2 Harro Heuser: Lehrbuch der Analysis. Teil 1. 8., überarbeitete Auflage. B. G. Teubner, Stuttgart 1990, ISBN 3-519-12231-6, S. 106.
  2. ↑ Reinhard Dobbener: Analysis. Studienbuch für Ökonomen. 4., korrigierte Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München u. a. 2007, ISBN 978-3-486-57999-4, S. 12, Definition 1.12.
  3. ↑ Michael Ruzicka, Lars Diening: Analysis I. Vorlesung vom Wintersemester 2004/2005. (Memento vom 23. Januar 2005 im Internet Archive). S. 21. (Memento vom 21. Oktober 2013 im Internet Archive) (PDF; 74 kB).
  4. ↑ Jean E. Rubin: Set Theory for the Mathematician. Holden-Day, 1967, S. xix.
  5. ↑ M. Randall Holmes: Inhomogeneity of the urelements in the usual models of NFU. (Memento vom 7. Februar 2018 im Internet Archive) 29. Dezember 2005, auf: Semantic Scholar. S. 2.
  6. ↑ Beweise im Beweisarchiv