Binghamimyia reclinata

Binghamimyia reclinata
Systematik
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Familie: Raupenfliegen (Tachinidae)
Unterfamilie: Exoristinae
Tribus: Blondeliini
Gattung: Binghamimyia
Art: Binghamimyia reclinata
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Binghamimyia
Townsend, 1919
Wissenschaftlicher Name der Art
Binghamimyia reclinata
Townsend, 1919

Binghamimyia reclinata ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1919 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Binghamimyia zugewiesen. Das Art-Epitheton reclinata bedeutet „nach hinten gerichtet'“. Der Gattungsname ehrt Hiram Bingham III, der die Yale Peruvian Expedition anführte, in deren Rahmen das Typusexemplar am 3. August 1911 gesammelt wurde. myia kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Fliege“. Die monotypische Gattung Binghamimyia wird der Tribus Blondeliini innerhalb der Unterfamilie Exoristinae zugeordnet.

Merkmale

Es handelt sich um etwa 10,5 mm lange beborstete Fliegen. Townsend (1919) beschrieb die Gattung Binghamimyia wie folgt. Der Clypeus ist deutlich unterhalb der Leisten der Facialia eingesenkt. Die Palpen sind kürzer als das dritte Fühlerglied, schlank und annähernd zylindrisch. Die Arista (Fühlerborste) ist kahl und auf etwa der Hälfte ihrer Länge verdickt. Das dritte Fühlerglied ist fast dreimal so lang wie das zweite. Die Augen sind kahl. Die Frontalborsten enden etwa auf Höhe der Fühlerbasis. Die letzten drei Paare sind nach hinten gerichtet und kräftig. Die Parafacialia sind kahl und verengen sich nach unten hin stark. Bei den Männchen messen die Wangen etwa ein Fünftel der Augenlänge. Es sind zwei Sternopleuralborsten und drei Postsuturalborsten vorhanden. Die Apikalzelle ist langgestreckt und öffnet sich kurz vor der Flügelspitze. Auf den ersten beiden Segmenten befinden sich mittige Randborsten, auf den mittleren Segmenten mittige Diskalborsten.

Townsend beschrieb die Art 1919 in etwa wie folgt. Der Hinterleib ist rötlich-gelb, auf der Scheibe der Segmente mehr oder weniger breit schwärzlich. Der Kopf ist silbrig bestäubt, mit einem leichten goldenen Schimmer. Die Palpen sind sehr blass gelblich oder strohfarben, an der Basis bräunlich. Die Fühler sind schwärzlich, das zweite Glied undeutlich gelblich-braun. Die Frontalia (Stirnstreifen) sind braun. Thorax, Scutellum und die schwärzlichen Scheiben der Abdominalsegmente sind mit einem schwachen goldenen Schimmer bestäubt. Zwei schmale innere und zwei breite äußere schwarze Längsstreifen (vittae) verlaufen über den Thorax. Die Beine sind dunkelbraun. Die Tegulae sind fast weiß. Die Flügel sind hyalin.

Verbreitung

Binghamimyia reclinata kommt in Peru vor. Als Fundort des Typusexemplars wird „Santa Ana, Peru“ auf einer Höhe von etwa 1000 m genannt. Damit ist vermutlich Quillabamba am Osthang der Anden im Flusstal des Urubamba gemeint.

Lebensweise

Binghamimyia reclinata ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 C. H. T. Townsend: New muscoid genera, species and synonymy (Diptera). In: Insecutor Inscitiae Menstruus 6. 1918, S. 157–182, abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch, auf Seite 175).
  2. 1 2 3 James E. O’Hara, Shannon J. Henderson, D. Monty Wood: Preliminary Checklist of the Tachinidae (Diptera) of the World – Version 2.1. (PDF; 10,4 MB) 2020, abgerufen am 27. Oktober 2026 (englisch).