Bingoboys

Die Bingoboys (auch Bingo Boys) waren ein in den 1990er Jahren aktives Produzententrio aus Wien, das elektronische Tanzmusik produzierte. Es bestand aus Paul Pfab, Helmut Wolfgruber und Klaus Biedermann, der auch Mitglied des Produzententeams ultimaTIEF war.

Werdegang

Gleich mit ihrer Debütsingle How To Dance von 1990 gelang den Bingoboys ein weltweiter Hit. Nach Promotionarbeit und Vertragsverhandlungen der beiden Edelweiss-Mitglieder Martin Neumayer und Matthias Schweger erschien der Track auf dem Label Atlantic Records und erreichte 1991 Platz 1 der US-Dance-Charts. In den Billboard-Hot-100-Charts stieg sie bis auf Platz 25. Der Track war eine Gemeinschaftsarbeit mit der Sängerin und Rapperin Princessa aus New York. How to Dance basierte auf mehreren Samples, etwa von Dance, Dance, Dance von Chic, Dance (Disco Heat) von Sylvester James und Kiss von The Art of Noise featuring Tom Jones. Ferner ist auf dem Track noch eine Männerstimme, die Tanzschritte erklärt, zu hören.

Mit der Nachfolgesingle Borrowed Love (ebenfalls mit Princessa) konnte das Trio nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen. Der Song schaffte es auf Platz 32 der Dance-Charts und auf Platz 71 in den Billboard-Charts. Neben Princessa war in diesem Stück noch Arnold Jarvis mit einem Gesangspart vertreten.

Bis Mitte der 1990er Jahre hatten sie selbst noch mehrere eigene Hits in Österreich, daneben produzierten und mixten sie in den Bingoboys Studios in Wien zahlreiche nationale und internationale Stars. 1996 trennten sich die Bingo Boys.

Personelle Überschneidungen gab es mit dem Wiener Dance-Projekt Edelweiss, das 1988 mit Raumschiff Edelweiss einen Nummer-eins-Hit hatte. Produzent Helmut Wolfgruber und Manager Matthias Schweger wirkten weiters in der ORF-Jugendsendung X-Large mit.

Diskografie

Alben

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 AT
1991 The Best of Bingoboys AT15
(12 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 1991
feat. Princessa & Two Deadly Elements
1994 Color of Music AT31
(12 Wo.)AT
Erstveröffentlichung: 1994

Singles

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 DE  AT  CH  US
1991 How to Dance
The Best of Bingoboys
DE22
(13 Wo.)DE
AT2
(16 Wo.)AT
CH11
(7 Wo.)CH
US25
(14 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1991
feat. Princessa
Borrowed Love
The Best of Bingoboys
— — — US71
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 1991
feat. Arnold Jarvis
No Woman, No Cry
The Best of Bingoboys
— AT10
(13 Wo.)AT
— —
Erstveröffentlichung: 1991
Original: Bob Marley
1992 Chartbuster
–
— AT5
(12 Wo.)AT
— —
Erstveröffentlichung: 1992
1993 Ten More Minutes
Color of Music
DE78
(8 Wo.)DE
AT11
(10 Wo.)AT
— —
Erstveröffentlichung: 1993
1994 Sugardaddy
Color of Music
— AT4
(12 Wo.)AT
— —
Erstveröffentlichung: 1994
1995 No Communication
Color of Music
— AT24
(3 Wo.)AT
— —
Erstveröffentlichung: 1995

Quellen

  1. ↑ Georg Kindel: „Wir sprengen die US-Charts …“ – Bingo Boys. In: Rennbahn Express 2/91, Seite 55
  2. ↑ Georg Kindel: „Wir sprengen die US-Charts …“ – Bingo Boys. In: Rennbahn Express 2/91, Seite 55
  3. 1 2 Chartquellen: DE AT CH US