| Biophytum | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Biophytum | ||||||||||||
| DC. |
Biophytum ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Sauerkleegewächse (Oxalidaceae). Sie enthält je nach Auffassung der Bearbeiter 50 bis 80 Arten. Charakteristisch ist die Reizbarkeit der Blattfieder.








Biophytum-Arten wachsen als aufrechte, unverzweigte einjährige bis dichotom verzweigte ausdauerndekrautige Pflanzen oder meist als sympodialverzweigte Halbsträucher. Die Basis der Sprossachsen ist manchmal verholzt und das obere Ende besitzt meist einen Ring von zurückgebogenen steifen Trichomen. Sie erreichen Wuchshöhen von einigen Zentimetern bis über einen Meter.
Die Laubblätter sind nicht gleichmäßig am Stängel verteilt, sondern in endständigen Rosetten oder in quirlig am Stängel verteilten Rosetten angeordnet. Die Nebenblätter sind borstenförmig. Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist an seiner Basis verdickt. Bei sämtlichen Biophytum-Arten sind die Blattspreiten paarig gefiedert. Das Endfiederblatt ist zu Granne reduziert. Die fast sitzenden bis kurz gestielten Fiederblättchen sind gegenständig an der Blattrhachis angeordnet. Die Fiederblättchen enden gerundet und stachelspitzig. Die Nebenblätter sind fadenförmig. Die untersten Fiederblätter sind fleischig, fast dreieckig oder eiförmig und breiter als lang.
Die auf einem deutlichen Blütenstandsschaft oder sitzend angeordneten dicht trugdoldigen oder doldigen Blütenstände können kugelig oder zylindrisch sein. An der Basis der Blütenstandsschäfte befinden sich Tragblätter. Die spiralig angeordneten und überlappenden Deckblätter sind pfriemlich. Die Blütenstiele sind kürzer oder länger als die Deckblätter und an der Nähe ihrer Basis gegliedert.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf haltbaren, fast freien Kelchblätter sind lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende und innen kahl. Die fünf meist gelben oder weißen, selten purpurfarbenen Kronblätter sind verdreht, kahl und auf halber Höhe verwachsen. Von den kurz verwachsenen Staubblättern sind alle fertil oder einige, die kürzeren, sind reduziert und steril. Der Fruchtknoten ist fünflappig und fast kugelig. Die endständigen Narben sind vergrößert, zweiteilig, fast kopfig und papillös.
Auf der Frucht ist noch der Kelch vorhanden. Die eiförmigen bis länglichen Kapselfrüchte öffnen sich fachspaltig =oder lokulizid; manchmal sind die fünf Fruchtklappen an der Basis sternförmig ausgebreitet. Jedes Fruchtfach enthält mehrere (ein bis sechs) Samen in zwei Reihen. Die braunen Samen besitzen oft kleine Höckerchen. Die Samen sind bitegmisch und die äußere Haut öffnet sich bei Reife und schleudert die Samen heraus.
Es liegt Homostylie oder Heterostylie als Di- oder Tristylie vor.
Die Kapselfrucht springt bei Reife mit fünf Klappen zu einem fünfzähligen Stern auf, der die Samen präsentiert. Nach Antrocknung der Epidermis der Samen springen diese dann weg, wie im Artikel über die Sauerkleegewächse beschrieben.
Die Gattung Biophytum wurde 1824 durch Augustin-Pyrame de Candolle in Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis ... (DC.), Band 1, Seite 689–690 aufgestellt. Typusart ist Biophytum sensitivum (L.) DC., dessen Erstveröffentlichung 1753 als Oxalis sensitiva L.
Die Gattung Biophytum gedeiht fast weltweit in den Tropen, und zwar im Wesentlichen in tropischen Regen- und Nebelwäldern. Zentren der Artenvielfalt sind die Anden des nördlichen Südamerikas und Südasien. In Indien kommen etwa 21 Arten vor, von denen etwa 18 aus den Western Ghats stammen. Sieben Arten kommen in Malesien und drei Arten in Madagaskar vor. In Panama kommen fünf Arten, drei davon nur dort vor.
Je nach Autor gibt es 50 bis 70 oder bis 80 Arten (Auswahl):