
James Daniel „BJ“ Bjorken (* 22. Juni 1934 in Chicago; † 6. August 2024 in Redwood City, Kalifornien) war ein US-amerikanischer theoretischer Physiker und Hochschullehrer.
Bis 1952 besuchte er die Maine Township High School in Park Ridge. Anschließend studierte er bis 1956 am Massachusetts Institute of Technology Physik und wurde 1959 an der Stanford University promoviert. Dann lehrte und forschte er an dieser Universität und ab 1962 am Stanford Linear Accelerator Center, außer zwischen 1979 und 1989, als er Direktor des Fermi National Accelerator Laboratory war. Ab 1998 war er emeritiert. 1995/96 war er Gastprofessor in Oxford.
Er beschrieb als Erster die heute nach ihm benannte Bjorken-Skalierung bei der tief inelastischen Elektron-Proton-Streuung, welche entscheidend dazu beitrug, die Existenz von Quarks nachzuweisen. Er sagte 1964 mit Sheldon Glashow die Existenz eines vierten Quarks voraus, welches er „charmed particle“ nannte und welches 1974 experimentell bestätigt werden konnte. Später entwickelte er ein hydrodynamisches Modell für Kern-Kern-Kollisionen und beschäftigte sich mit den Eigenschaften von Hadronen, die Bottom-Quarks enthalten.
Zu seinen Studenten zählen Helen Quinn (* 1943), die 2000 auch mit der Dirac-Medaille geehrt wurde, und Davison Soper (* 1943).
Er starb am 6. August 2024 im Alter von 90 Jahren in Redwood City.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bjorken, James |
| ALTERNATIVNAMEN | Bjorken, James Daniel (vollständiger Name); Bjorken, BJ |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer theoretischer Physiker |
| GEBURTSDATUM | 22. Juni 1934 |
| GEBURTSORT | Chicago |
| STERBEDATUM | 6. August 2024 |
| STERBEORT | Redwood City, Kalifornien |