Blindprobe

Unter einer Blindprobe versteht man im Bereich der qualitativen chemischen Analyse ein Vorgehen, das die Funktionstüchtigkeit und Gebrauchstauglichkeit der gewählten Nachweismethode sicherstellen soll. Man unterscheidet dabei folgende Vorgehensweisen:

Zusammenfassung:

In der quantitativen Analytischen Chemie versteht man unter Blindprobe eine Probe, die mutmaßlich frei vom zu bestimmenden Stoff (dem Analyten) ist. Theoretisch müsste eine solche Probe den Analysenwert null ergeben. Bei Relativmethoden (Instrumentelle Analytik) ist theoretisch der Messwert null zu erwarten (z. B. kein Peak sichtbar). In der Praxis kann aber ein Messsignal entweder durch unvermeidbare Kontamination der verwendeten Reagenzien mit dem Analyten oder durch Störeinflüsse (Matrixeffekte, Interferenzen) hervorgerufen werden. Der so erhaltene Wert heißt Blindwert. Blindwerte begrenzen das Nachweisvermögen eines Analyseverfahrens. Die Nachweis- und Bestimmungsgrenze kann anhand einer Blindprobe mit Hilfe des Blindwertes und seiner statistischen Schwankung ermittelt werden.

Literatur

J. Strähle, E. Schweda: Jander · Blasius – Einführung in das anorganisch-chemische Praktikum. 14. Auflage. Hirzel, Stuttgart 1995, ISBN 978-3-77-760672-9.