Geröll

Geröll mit Feuersteinen an der Ostseeküste bei Rostock
Granit-Findling und eiszeitliches Geröll vor der Steilküste Stoltera
Marines Geröll aus Lewisian-Gneis auf der schottischen Insel Lewis and Harris
50-cm-Quadrat mit 5-cm-Gitter zum Messen der Geröllgröße (Chesil Beach, England)

Geröll (zu rollen) besteht aus Steinen, also Gesteinstrümmern, die beim Transport durch Wasser, Erdrutsche, Muren oder sonstige Bodenbewegungen zu Tal bewegt werden und deren Bruchkanten dabei mehr oder weniger abgerundet wurden.

Die Größe der Steine liegt überwiegend zwischen 2 und 20 Zentimetern, nach DIN 4022 ist Geröll größer als 63 mm, allgemein zumindest größer als 2 mm (Psephite), Blockgeröll größenmäßig darüber bis Hausgröße. Kleinere Korngrößen nennt man Kies und Sand.

Unterscheidung

Prinzipiell unterscheidet man

ferner

Sedimentiert und verfestigt sich das Material, entsteht ein Konglomerat (in Unterscheidung zur kantigen Brekzie). Daher gehören Gerölle zu den klastischen Sedimenten. Eine spezielle Form solcher Gesteine sind die Tillite.

Kunst

Der französische Künstler Paul-Armand Gette sammelt seit 1963 Geröll und verwendet die Steine in seinen Arbeiten, beispielsweise in einer Untersuchung von Geröll der Weißen und Roten Saar.

Siehe auch

Wiktionary: Geröll – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Geröll – Sammlung von Bildern

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Rieselfluh. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 14: R–Schiefe – (VIII). S. Hirzel, Leipzig 1893, Sp. 936 (woerterbuchnetz.de).
  2. ↑ Kettner, Band IV
  3. ↑ Paul-Armand Gette: Vergleich von Geröll der Weißen und Roten Saar. 2. Auflage. AQ-Verlag, Saarbrücken 2013, ISBN 978-3-922441-05-2.