Blocking (Statistik)

Blocking (auf Deutsch etwa Blockbildung) bezeichnet in der Statistik die Aufteilung von Untersuchungseinheiten in homogene Gruppen (Blöcke). Diese Blöcke werden so gebildet, dass die Einheiten innerhalb eines Blocks hinsichtlich bestimmter Hintergrundfaktoren oder Eigenschaften einander möglichst ähnlich sind.

Das Ziel des Blockings besteht darin, die Variabilität, die durch diese bekannten Faktoren eingeführt wird, aus den Versuchsergebnissen zu kontrollieren und zu minimieren. Dadurch wird die statistische Präzision erhöht, mit der die eigentlichen Effekte der interessierenden Einflussfaktoren gemessen werden können. Die Grundlagen des Blockings gehen auf den Statistiker Ronald Fisher und dessen Entwicklung der Varianzanalyse (ANOVA) zurück.

Beispiel

Blocking-Faktor Geschlecht

Bei der Prüfung eines neuen Medikaments in einer Doppelblindstudie wird beispielsweise untersucht, ob ein Wirkstoff im Vergleich zu einem Placebo eine bestimmte Wirkung erzielt. Da biologische Merkmale wie das Geschlecht der Patienten das Ergebnis systematisch mitbestimmen können, dient das Geschlecht hier als Blocking-Faktor.

Die Versuchsteilnehmer werden in entsprechende Gruppen unterteilt:

Durch diese Aufteilung in homogene Blöcke werden geschlechtsspezifische Unterschiede gezielt ausgeglichen, was zu einer höheren statistischen Genauigkeit des Experiments führt.

Ohne Blocking
Mit Blocking

Siehe auch

Literatur