| Friedensrat | |
|---|---|
| Status | aktiv |
| Vorsitz | Donald Trump |
| Mitgliedstaaten | 28 (bekannt bis 17. Februar 2026) |
| Amts- und Arbeitssprachen | |
| Gründung | 22. Januar 2026, Zeremonie in Davos, |
Der Friedensrat (englisch Board of Peace; kurz: „BoP“) ist ein vom US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump im Januar 2026 gegründetes und persönlich auf Lebenszeit geführtes zwischenstaatliches Gremium, dessen erklärter Zweck darin besteht, „Stabilität zu fördern, eine verlässliche und rechtmäßige Regierungsführung wiederherzustellen und dauerhaften Frieden in von Konflikten betroffenen oder bedrohten Gebieten zu sichern“.
Seine Einrichtung wurde von Trump im September 2025 als Lösungsschritt für den seit 2023 andauernden Konflikt zwischen der Hamas im Gazastreifen und Israel vorgeschlagen. Seine Gründung wurde von Trump am 15. Januar 2026 bekannt gegeben. Aufgrund der Resolution 2803 des UN-Sicherheitsrates, die von den Vereinigten Staaten ausgearbeitet und im November 2025 verabschiedet wurde, ist der Friedensrat allein damit beauftragt, die Verwaltung, den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Erholung des Gazastreifens nach einem Ende des sogenannten Gazakrieges zu unterstützen. In seiner Gründungscharta ist davon jedoch keine explizite Rede mehr; stattdessen wird er als neues, dauerhaftes Gremium mit Trump als zentraler Figur etabliert.
Die Kernstaaten der sogenannten westlichen Welt, die seit dem Kalten Krieg eng mit den USA verbündet sind (Westeuropa, Japan, Australien, Neuseeland, Kanada), stehen dem Friedensrat skeptisch oder ablehnend gegenüber. Einige Staaten, darunter auch Deutschland, äußerten Bedenken, dass Trump eine private Parallelorganisation zu den Vereinten Nationen gründen und diese damit untergraben wolle.

Das Logo des Friedensrats zeigt umrahmt von einem goldenen Lorbeerkranz einen silbernen, gold umrahmten Wappenschild mit einem goldenen Globus, auf dem jedoch nur Teile Nord- und Südamerikas mit den USA nahe des Zentrums zu sehen sind. Damit steht es im Gegensatz zum UN-Logo, auf dem alle Kontinente in einer mittabstandstreuen Azimutalprojektion gezeigt werden.
Das Weiße Haus veröffentlichte am 29. September 2025 einen von Donald Trump entworfenen 20-Punkte-Plan, in dem eine Lösung zum Ende des Krieges zwischen Israel und der Hamas beschrieben wurde. Laut Punkt 9 dieses Plans sollte der Wiederaufbau des Gazastreifens von einem internationalen „Board of Peace“ geleitet und beaufsichtigt werden, dem Trump vorsitzen sollte. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, dass Trump den Vorsitz als Person übernehmen würde, also nicht in seiner Eigenschaft als US-Präsident. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedete am 17. November die Resolution 2803 (2025), die den Plan und den Namen „Board of Peace“ anerkannte. Genau wie in der offiziellen deutschen UN-Übersetzung der Resolution wird das Gremium in den deutschsprachigen Medien meist als „Friedensrat“ bezeichnet.
Am 16. Januar 2026 wurde vom Weißen Haus die Zusammensetzung des Friedensrates bekanntgegeben. Die Gründungszeremonie der Organisation mit Unterzeichnung der Charta fand am 22. Januar 2026 am Rande des 56. Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos statt.
Unter Billigung des IOC kooperiert die FIFA mit Trumps Friedensrat. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat zu Trump eine enge Verbindung. Im Dezember 2025, bei der Auslosung der Vorrundengruppen in Washington zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026, wurde Trump der neu eingeführte „FIFA-Friedenspreis“ verliehen.
Die Financial Times berichtete im Mai 2026, dass der von der Weltbank unterstützte Fonds des BoP bis dahin keine nennenswerten Beiträge erhalten habe, obwohl mehrere Staaten Milliardensummen zugesagt hatten. Einige Spenden waren auf ein Konto der Bank JPMorgan Chase ohne jegliche Aufsicht geflossen.
Ende Juli 2026 behauptete Trump, der Friedensrat habe ein Abkommen zwischen Israel und der Hamas vermittelt. Aber weder die Hamas noch Israel stimmten dem zu.

Das Gremium soll laut seiner Charta als dauerhafte internationale Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit konstituiert werden und aus folgenden Organen bestehen:
Die ersten Mitglieder des Executive Board, die von Trump ernannt wurden, sind:
Staaten können Mitglied werden, wenn sie vom Vorsitzenden des Friedensrates (Donald Trump) eingeladen wurden. Die Mitgliedschaft dauert drei Jahre und kann vom Vorsitzenden erneuert werden. Wollen die Staaten dauerhaft teilnehmen, müssen sie innerhalb des ersten der drei Jahre mindestens eine Milliarde US-Dollar an den Friedensrat zahlen.
Staaten können ihre Mitgliedschaft verlieren, wenn der Vorsitzende sie aus dem Rat ausschließt. Dagegen können Mitgliedstaaten ihr Veto einlegen. Für eine Ablehnung ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.
Insgesamt wurden etwa 60 Staaten eingeladen, sich am Friedensrat zu beteiligen. Die Einladung (auch Ausladung im Fall Kanada) erfolgt ausschließlich durch Trump. Bis Mitte Februar 2026 ist von 28 Ländern bekannt, dass sie zugesagt haben, während andere die Einladung ausdrücklich abgelehnt haben. Deutschland ist der Einladung nicht gefolgt und verweist auf die Vereinten Nationen als zentrales Organ der Friedenssicherung. Auch Österreich wird wegen „Bedenken im Hinblick auf die [Charta] des Board of Peace“ sowie als „einer der vier Sitzstaaten der Vereinten Nationen“ nicht beitreten, um „keine Parallelstrukturen“ aufzubauen. Die Schweiz hat zwar mit Beobachtungsstatus am ersten Treffen des Friedensrates teilgenommen, aber eine Mitgliedschaft solle „zu einem späteren Zeitpunkt vom Bundesrat geprüft“ werden.
Ägypten,
Bahrain,
Israel,
Jordanien,
Katar,
Kuwait,
Marokko,
Saudi-Arabien,
Vereinigte Arabische Emirate
Armenien,
Aserbaidschan,
Indonesien,
Kambodscha,
Kasachstan,
Mongolei,
Pakistan,
Usbekistan,
Vietnam
Mehrere Länder haben ihre Einladung zur Mitgliedschaft zwar nicht angenommen, waren beim ersten Treffen des Friedensrates am 19. Februar 2026 in Washington aber mit Beobachtungsstatus vertreten („observer“). Dieser Status wird in der am 17. Januar von der israelischen Zeitung Times of Israel veröffentlichten Charta nicht erwähnt.
Deutschland,
Finnland,
Griechenland,
Indien,
Italien,
Japan,
Kroatien,
Mexiko,
Niederlande,
Norwegen,
Oman,
Österreich,
Polen,
Rumänien,
Südkorea,
Slowakei,
Schweiz,
Thailand,
Tschechien,
Vereinigtes Königreich,
Zypern
Folgende Länder haben die Mitgliedschaft zwar nicht ausdrücklich abgelehnt, waren aber auch nicht mit Beobachtungsstatus beim ersten Treffen vertreten.
Australien,
Volksrepublik China,
Philippinen,
Portugal,
Russland,
Singapur,
Ukraine
Folgende Länder haben die Mitgliedschaft abgelehnt und waren auch nicht mit Beobachtungsstatus beim ersten Treffen vertreten.
Brasilien,
Frankreich,
Irland,
Neuseeland,
Schweden,
Slowenien,
Spanien,
Vatikanstadt